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Alfred Werner

Alfred Werner

Alfred Werner kam im Jahre 1866 im elsässischen Mühlhausen zur Welt. Bereits schon als Schüler interessierte er sich sehr für die Chemie und besuchte während seines Wehrdienstes in Karlsruhe aus Interesse Vorlesungen zur Chemie an der dortigen Technischen Hochschule. Später studierte er dieses Fach am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich und erlangte hier schließlich im Jahre 1889 sein Diplom in technischer Chemie. 1890 verfasste er bei Arthur Hantzsch seine Doktorarbeit zum Thema „Über räumliche Anordnungen der Atome in stickstoffhaltigen Molekülen“. Es schloss sich ein Forschungsaufenthalt in Paris an, den Alfred Werner am berühmten Collège de France bei Professor Berthelot verbrachte. Nach Zürich zurückgekehrt, hielt Werner am Polytechnikum Vorlesungen über Chemie.

Alfred Werner gilt als Vater der sogenannten Komplexchemie

Besonders tat sich Alfred Werner bei der Erforschung der Koordinationsverbindungen hervor. Im Jahre 1895 nahm er schließlich die Schweizer Staatsbürgerschaft an. 1910 lehnte Werner einen Ruf als Institutsleiter an die Universität Würzburg ab. Er erhielt im Jahre 1913 als erster Anorganiker überhaupt den Nobelpreis für Chemie aufgrund seiner herausragenden Arbeiten über die spezifischen Bindungsverhältnisse der Atome im Molekül, welche entscheidend dazu beigetragen hatten, ältere Forschungen zu vervollständigen und neue Forschungsgebiete im Bereich der anorganischen Chemie zu erschließen. Erst im Jahre 1973 sollte wieder ein Vertreter der anorganischen Chemie den Nobelpreis erhalten. Generell werden die Arbeiten und Forschungen von Alfred Werner als der Beginn der Komplexchemie angesehen. Obwohl bis dahin keinerlei chemische Experimente vorgelegen hatten, die seine Vermutungen stützten, hatte Alfred Werner den Mut dazu gefunden, auch ohne empirische Grundlagen sehr weitreichende wissenschaftliche Thesen zu formulieren. Besonders seine berühmte Koordinationstheorie wurde daher von vielen Fachkollegen bewundernd als regelrechte geniale Frechheit charakterisiert. So konnten sich in der Theorie letztendlich ganz neue Vorstellungen bezüglich der Bindungsverhältnisse von Komplexverbindungen etablieren. Alfred Werner starb im Jahre 1919 in Zürich.

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