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Anatole France

Anatole France

Anatole France wurde 1844 in Paris geboren. Sein Vater war Buchhändler und der hoch gebildete Junge besuchte als Gymnasiast das katholische Collège Stanislas. Er begeisterte sich bereits früh die Literatur, schloss Bekanntschaft mit einem Pariser Verleger und wirkte bei diesem als freiberuflicher Lektor. Schließlich wurde er Bibliotheksangesteller, ehe er jedoch beschloss, seine Tätigkeit aufzugeben, um ausschließlich als freier Schriftsteller zu arbeiten.

Sein literarischer Durchbruch gelang Anatole France mit einem Kriminalroman

Anatole France schrieb zunächst Lyrik. Jedoch verfasste er auch Erzählungen und wirkte als Literaturkritiker. Im Jahre 1881 glückte ihm schließlich der literarische Durchbruch mit dem Roman „Le Crime de Sylvestre Bonnard, membre de l’Institut“, welcher sogar mit dem begehrten Prix de l’Académie française honoriert wurde. Anatole France erhielt nun Zutritt zu den exklusiven Pariser Salons und wurde außerdem mit dem Kreuz der Ehrenlegion geehrt. Viele seiner Romane waren autobiografisch inspiriert oder behandelten Themen aus der französischen Geschichte. Bald war er so bekannt und populär, dass er zum Offizier der Ehrenlegion befördert und in die Académie française aufgenommen wurde. Er verinnerlichte vor allem politisches Gedankengut der französischen Linken und wurde schließlich zum Anhänger von deren Führer Jean Jaurès. Seine Romane waren berühmt und viel gelesen. Seine beiden einzigen Theaterstücke blieben jedoch erfolglos. Nach dem Ersten Weltkrieg, in welchem er als patriotischer Schriftsteller agierte, wurde Anatole France zum begeisterten Anhänger der kommunistischen Bewegung. Im Jahre 1921 wurde ihm schließlich der Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Als eine Anerkennung seiner glänzenden schriftstellerischen Tätigkeit, geprägt von edler Stilkunst, weitherziger Humanität, von Anmut und französischem Gemüt.“ Der Vatikan setzte seine Werke hingegen auf den Index. Anatole France verstarb 1924 und erhielt ein Staatsbegräbnis. Er war 1921 der vierte Franzose, welcher mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt wurde. Sein Werk strahlt bis in die heutige Zeit aus und über die Grenzen Frankreichs hinaus.

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