Arne Tiselius

Arne Tiselius wurde 1902 in Stockholm geboren. Er besuchte zunächst die Schule in Göteborg und legte 1921 am dortigen Realgymnasium das Abitur ab. Anschließend schrieb Arne Tiselius sich an der Universität Uppsala ein, um hier ein Studium der Chemie zu beginnen. 1925 wurde er hier zunächst Forschungsassistent in Theodor Svedbergs Laboratorium, ehe er schließlich im Jahre 1930 seine Doktorarbeit über Methoden zur Bewegungsbegrenzung und Elektrophorese von Proteinen schrieb. Anschließend ernannte man Tiselius zum Dozenten und Assistenzprofessor für Chemie.

Arne Tiselius war Vorsitzender der Schwedischen Krebsgesellschaft und Präsident der Nobelstiftung

Auf Grund seiner zwischen 1931 und 1935 publizierten Arbeiten zu Diffusion und Adsorption von Base austauschenden Zeolithen, erhielt er ein Rockefeller-Stipendium in Princeton. 1938 kehrte Tiselius nach Schweden zurück und wurde Professor für Physikalische Chemie bei Theodor Svedberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Arne Tiselius Vorsitzender der Schwedischen Krebsgesellschaft, zunächst Vizepräsident und ab 1960 schließlich auch Präsident der Nobelstiftung. Seit 1946 hatte Tiselius bereits als Mitglied des Nobelkomitees gewirkt. Ihm wurde schließlich im Jahre 1948 selbst der Nobelpreis für Chemie zuerkannt: „Für seine Forschungen zur Elektrophorese und Adsorption in der Analytik, insbesondere für seine Entdeckungen über die komplexe Natur von Blutserum-Proteinen“. Tiselius war Mitglied zahlreicher renommierter wissenschaftlicher Gesellschaften und Institutionen. So agierte er beispielsweise als Präsident der International Union of Pure and Applied Chemistry. Im Jahre 1953 wurde er außerdem als Mitglied in die berühmte American Academy of Arts and Sciences aufgenommen. Aufsehen hatten vor allem seine Arbeiten und Publikationen zur Elektrophorese und zur Beschaffenheit der Blutserum-Proteine erregt. Auch entwickelte und verbesserte Tiselius einige wichtige biochemische Methoden, wie diejenige der Elektrophorese, der Verteilungs-Chromatographie sowie der Gel-Permeations-Chromatographie. Tiselius verstarb im Herbst des Jahres 1971 im schwedischen Uppsala. Neben Svedberg und anderen gilt er als bedeutender schwedischer Chemiker des 20. Jahrhunderts.

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