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Arthur Harden

 Arthur Harden

Sir Arthur Harden kam im Jahre 1865 in Manchester zur Welt. Er studierte ab dem Jahre 1882 Chemie am Owens College in Manchester und wechselte schließlich nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums 1885 an die Universität Erlangen zu Otto Fischer. Hier schrieb er auch im Jahre 1888 seine Doktorarbeit über die Herstellung und Eigenschaften von β-nitroso Naphthylamin. Anschließend wechselte er als Lecturer an das Owens College. Seit 1897 wirkte er am Jenner Institute of Preventive Medicin. Hier wurde er Leiter einer chemischen Abteilung, 1905 außerdem Leiter der chemischen und biochemischen Abteilung. 1912 folgte er einem zusätzlichen Ruf als Professor für Biochemie an die Universität London. Im Jahre 1930 wurde Arthur Harden emeritiert, betätigte sich jedoch auch weiterhin wissenschaftlich.

Arthur Harden wurde 1926 geadelt

Der Forschungsschwerpunkt von Arthur Harden waren der Stoffwechsel von E.coli und die alkoholische Gärung. Er untersuchte Enzyme in zellfreier Hefelösung und identifizierte Zymase. Während er die Funktion der Phosphate bei der Gärung untersuchte, entdeckte er die Zuckerphosphate und erkannte die Phosphorylierung. Dieses gilt seither als elementares und wichtiges Prinzip innerhalb der Biochemie. Im Jahre 1926 wurde er geadelt. 1929 erhielt er gemeinsam mit Hans Karl August Simon von Euler-Chelpin den Nobelpreis für Chemie: „für ihre Forschung über die Zuckervergärung und den Anteil der Enzyme an diesem Vorgang“. Er war außerdem Fellow der Royal Society, Träger der Davy-Medaille und seit 1932 auch Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Er gilt als einer der bedeutendsten britischen Chemiker des frühen 20. Jahrhunderts und publizierte auch mehrere Schriften. Er verstarb im Jahre 1940 in London. Nach ihm wurde ein Krater auf dem Mond benannt. Unter anderem wurde Arthur Harden auch in das Lexikon bedeutender Chemiker aufgenommen, welches im Jahre 1989 erschienen ist.

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