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Beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten

Beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten

Den meisten Studenten ist gar nicht bewusst, wie stark negativ sich Kommafehler auf die Bewertung ihrer Arbeit auswirken können. Wer zu viele Kommafehler in einer wissenschaftlichen Arbeit macht, muss davon ausgehen, dass dies einen negativen Gesamteindruck beim Prüfer hinterlässt. Mitunter sind Sätze mit fehlenden Kommata nur schwer oder gar nicht verständlich. Dies kann wiederum dazu führen, dass sich der Prüfer nicht ganz so eingehend mit dem eigentlichen Inhalt der wissenschaftlichen Arbeit beschäftigen kann. Vielmehr versucht er oder sie wohlmöglich verzweifelt herauszufinden, welcher Satzteil sich auf welchen anderen Satzteil bezieht und wie der Satz zu verstehen ist, anstatt sich rein auf den Inhalt fokussieren zu können. Wenn dieser Fall eintritt, ist es für den Verfasser der Arbeit eher schlecht gelaufen. Zum Glück lassen sich beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten dank der nachfolgenden Tipps jedoch im Großen und Ganzen vermeiden.

Die grundsätzliche Funktion von Kommata

Kommata werden genutzt, um Sätze sinnvoll zu untergliedern. Ein Komma kann zum Beispiel verwendet werden, um einen Haupt- von einem Nebensatz zu unterscheiden oder Wortgruppen oder Wörter voneinander zu trennen. Mitunter kann ein fehlendes Komma sogar dazu führen, dass sich die Bedeutung des Satzes eine komplett andere wird. In diesem Beispiel ist dies gut zu erkennen:
• „Ich esse schon mal Martin!“
• „Ich esse schon mal, Martin!“

Während Martin im ersten Satz gegessen wird, fungiert der zweite Satz lediglich als Hinweis an Martin, dass ich jetzt esse. Die Satzbedeutung kann sich somit durch ein fehlendes Komma komplett verändern. Außerdem ist ein Satz ohne jedes Komma mitunter schwer zu lesen. Das ist gerade dann der Fall, wenn es sich um besonders lange Sätze handelt. Der nachfolgende Satz ist ein gutes Beispiel dafür:
• „Wenn dieser Satz kein einziges Komma enthalten würde wären die meisten Leser wahrscheinlich sehr verwirrt oder genervt und könnten den Satz beim ersten Lesen kaum verstehen sofern sie nicht selbst dazu in der Lage sind die fehlenden Kommata zumindest gedanklich an den passenden Stellen in diesen Satz einzufügen.“
Warum beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten einen verheerenden Effekt haben können, dürfte somit klar sein. Doch wie lassen sich diese Fehler vermeiden? Die folgenden Tipps verraten es!

Beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten – Tipps zur Vermeidung solcher Fehler

Beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten lassen sich entweder durch ein gezieltes Lektorat vermeiden oder der Autor muss sich mit den grundlegenden Regeln der Kommasetzung in aller Ruhe auseinandersetzen. Da beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten auch den versiertesten Autoren unterlaufen können, ist es meist sinnvoll, auf ein Lektorat oder Korrektorat zu setzen und eine dritte Person zu bitten, die eigene Arbeit zum Schluss noch einmal hinsichtlich der Grammatik und Zeichensetzung zu korrigieren. Das Vier- oder Sechs-Augen-Prinzip ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn derartige Fehler nach Möglichkeit ganz vermieden werden sollen. Wer seine Arbeit selbst auf beliebte Kommafehler in wissenschaftlichen Arbeiten überprüfen möchte, sollte sich die folgenden Regeln am besten vor Auge halten:
• Bei Aufzählungen sollten Kommata zwischen den einzelnen Wortgruppen gesetzt werden: „Maria liebt Schminke, Bücher und Hunde.“
• Neben- und Hauptsätze sind immer mit einem Komma zu trennen: „Katrin meint, dass sie bald im Lotto gewinnen wird.“
• Zwei Hauptsätze, die ohne Konjunktionen miteinander verbunden werden, sollten ebenfalls durch ein Komma getrennt werden: „Caro malt, Marcel rechnet.“
• Bei Zeit- und Datumsangaben sind Kommata ein Muss: „Hamburg, den 25. Februar 1998.“

Weitere beliebte Fehler in der Übersicht

Wer diese grundlegenden Regeln kennt, sollte im Allgemeinen dazu in der Lage sein, eine möglichst fehlerfreie wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Es gibt jedoch auch Sonderfälle, bei denen die Kommasetzung nicht analog funktioniert und die einige Menschen daher verwirren. Ein gutes Beispiel dafür sind die folgenden Sätze:
• „Ich habe nicht nur gewonnen, sondern auch einen neuen Rekord eingefahren.“
• „Ich habe sowohl gewonnen als auch einen neuen Rekord eingefahren.“

Während die Versuchung groß sein mag, auch im zweiten Satz ein Komma einzufügen, wäre dies nicht korrekt. Bei Abkürzungen sind Kommata ebenfalls fehl am Platz. In dem folgenden Satz darf daher kein Komma hinter der hervorgehobenen Abkürzung erscheinen:
• „Aktivitäten wie Rennen, Hüpfen, Springen etc. sind hier nicht gestattet.“

Im Übrigen sollten alle Verfasser einer wissenschaftlichen Arbeit wissen, dass die meisten Programme zur Rechtschreibprüfung nicht alle Kommafehler zuverlässig finden. Auch bei Microsoft Word gelingt dies nicht immer. Wer sich unsicher ist, sollte daher lieber im Internet recherchieren oder eine Person, die sich mit der korrekten Zeichensetzung auskennt, befragen, um derartige Fehler auf jeden Fall in der eigenen Abschlussarbeit zu vermeiden.

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