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Bjørnstjerne Martinius Bjørnson

Bjørnstjerne Martinius Bjørnson

Bjørnstjerne Martinius Bjørnson wurde 1832 im norwegischen Kvikne geboren. Er war der Sohn eines Landpfarrers, besuchte zunächst ein privates Gymnasium, brach ein Studium ab, um dann als Journalist zu arbeiten. Während dieser Zeit lernte er Henrik Ibsen kennen. Von 1857 bis 1859 leitete Bjørnstjerne Martinius Bjørnson das Theater in Bergen und wirkte im Anschluss in der Redaktion der Zeitung „Aftenbladet“ mit. Er bereiste 3 Jahre lang Deutschland und auch Italien, kehrte 1865 nach Norwegen zurück und erhielt dort schließlich eine feste Anstellung am königlichen Theater, welche er bis 1872 mit kurzen Unterbrechungen immer wieder innehatte. 1874 erwarb Bjørnstjerne Martinius Bjørnson das Anwesen Aulestad, welches er zu einem bekannten geistigen Zentrum Norwegens etablierte. 1875 bereiste er wiederum Italien und Deutschland und lebte zeitweise auch in Deutschland.

Bjørnstjerne Martinius Bjørnson wurde durch die französischen Realisten stark beeinflusst

Zwischen 1880 und 1881 bereiste Bjørnstjerne Martinius Bjørnson schließlich die USA. Zurückgekehrt nach Europa, lebte er zwischen 1882 und 1887 in Paris, wo ihn insbesondere die französischen Realisten so stark beeinflussten, dass er in seinem schriftstellerischen Schaffen selbst zum Realismus fand und somit zum Erneuerer der gesamten norwegischen Literatur wurde. Im Jahre 1903 erhielt der Dichter Bjørnstjerne Martinius Bjørnson schließlich den Nobelpreis für Literatur: „Als ein Beweis der Anerkennung für seine edle, großartige und vielseitige Wirksamkeit als Dichter, die immer durch einmalige Frische der Eingebung und durch eine seltene Seelenreinheit ausgezeichnet war“. Bjørnstjerne Martinius Bjørnson engagierte auch politisch sehr stark. Er forderte, ganz Skandinavien müsse eine Republik werden und bezog in der Dreyfus-Affäre Stellung. Zu seinen herausragenden Werken zählen Epen, Erzählungen und Romane ebenso, wie zahlreiche Theaterstücke. Er verfasste unter anderem auch die norwegische Nationalhymne. Bjørnstjerne Martinius Bjørnson verstarb im zeitigen Frühjahr des Jahres 1910 in Paris. 2003 wurde ein nach ihm benannter Preis gestiftet, welchen die Norwegische Akademie für Literatur und Meinungsfreiheit (Molde) vergibt.

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