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Der Bologna-Prozess

Bologna-Prozess

Es wird viel über den Bologna-Prozess gesprochen – aber was steckt eigentlich dahinter und was bedeutet er für die Studenten? Der Bologna-Prozess ist eine relevante Bidlungsreform, die im Jahr 1999 in der italienischen Stadt Bologna unterzeichnet wurde. In einer Erklärung entschieden sich 30 europäische Länder das Hochschulsystem zu reformieren. Heutzutage betrifft die Reform 47 Länder.

Wichtige Veränderungen

Es wurden viele wichtige Veränderungen vorgenommen. Der Bologna-Prozess setzte sich zum Ziel, die Mobilität der Studenten und Lehrbeauftragten intensiv zu fördern. Überdies konzentrierte man sich auf internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie Beschäftigungsfähigkeit. Kurz gefasst: Die Studierenden sollten bessere und gleiche Chancen auf der internationalen Ebene erhalten sowie schnell und praxisnah studieren.
Infolgedessen strebte man nach der gegenseitigen Anerkennung von Studiumabschlüssen (Diploma Supplement). Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) dienen als Leistungsmaß der Studierenden, die im ganzen Europäischen Hochschulraum gleich betrachtet werden. Dadurch ist eine Anerkennung der erbrachten Leistungen an ausländischen Hochschulen möglich. Es kam zur Umstellung auf Bachelor und Master, so dass das zweistufige Studiensystem eingeführt wurde:
• 1. Stufe: Bachelorstudium, das aus 6 Semester besteht und mit einer Bachelorarbeit gekrönt wird
• 2. Stufe: zweijähriges Masterstudium, das mit dem Masterarbeit beendet wird
Die sämtlichen Veränderungen sollen zu der intensiven Zusammenarbeit der beteiligten Länder auf der Hochschulebene beitragen und somit die Qualitätsentwicklung des Hochschulsystems unterstützen.

Bologna-Prozess: Vor- und Nachteile

Es gibt viele positive Aspekte, die aus der Reform resultieren. Studienabschlüsse der Studenten werden in allen beteiligten Ländern anerkannt, so dass die Studenten z.B. ein bzw. zwei Semester an einer ausländischen Universität absolvieren können oder ihr Master im Ausland machen können. Überdies spricht man viel über das dreijährige Bachelorstudium, das einen schnelleren Start auf dem internationalen Arbeitsmarkt garantiert. Es gibt natürlich auch Nachteile, die die Reform mit sich gebracht hat. Gegner des Bologna-Prozesses kritisieren vor allem das Bachelorstudium. Einige meinen, es sei zu kurz, um sich das berufliche Wissen anzueignen und mit diesem Wissensstand eine Arbeit aufzunehmen.

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