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Eduard Buchner

Eduard Buchner

Eduard Buchner wurde im Jahre 1860 in München geboren. Er entstammte einer angesehenen Münchner Arztfamilie, welche enge Verbindungen zur Universität unterhielt. Nach dem Militärdienst absolvierte Buchner zunächst ein sogenanntes anorganisches Praktikum an der Technischen Universität München bei Emil Erlenmeyer, ehe er sich schließlich an einer Konservenfabrik beteiligte. Am botanischen Institut von Carl Wilhelm von Nägeli führte Eduard Buchner dann diverse Untersuchungen zu Gärprozessen durch. Schließlich schrieb er sich jedoch erneut an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein, um hier nun Chemie, Botanik und Physik zu studieren. Durch einen wissenschaftlichen Assistenten wurden bald die herausragenden Fähigkeiten von Eduard Buchner erkannt. Im Jahre 1888 schrieb Eduard Buchner schließlich bei Adolf von Baeyer seine Doktorarbeit über das Thema „Eine neue Synthese von Derivaten des Trimethylens“. 1891 konnte sich Buchner schließlich erfolgreich habilitieren und gelangte über Kiel als außerordentlicher Professor für analytische und pharmazeutische Chemie nach Tübingen.

Eduard Buchner wird zum Vorstand der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin gewählt

Im Jahre 1898 wurde Eduard Buchner Ordinarius für Chemie an der Landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin. 1904 wählte man ihn zum Vorstand der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin. Basierend auf seinen an der Universität Tübingen verfassten wissenschaftlichen Arbeiten über die alkoholische Gärung ohne Hefezellen, wurde Buchner schließlich im Jahre 1907 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Im Jahre 1909 folgte Buchner dann einem Ruf als Ordinarius für Chemie an die Universität Breslau. Da er hier jedoch nicht heimisch werden konnte, kehrte er nach Bayern zurück, ging nach Würzburg und wurde hier Mitglied der Leopoldina. 1911 übernahm er in Würzburg den Lehrstuhl des Chemischen Instituts der Universität. Anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs wurde Buchner als Hauptmann einberufen und in seiner Transporteinheit im Jahre 1915 zum Major befördert. 1917 wurde Eduard Buchner in Rumänien schwer verwundet und erlag in seinem Feldlazarett seinen Verletzungen.

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