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Flüchtling gründet erfolgreiches Start-up-Unternehmen

Flüchtling

Das Thema Flüchtlinge ist gegenwärtig in den Medien stark präsent. Die Befürchtungen sind in einigen Fällen nicht grundlos. Es gibt allerdings neben den allen traurigen, manchmal auch dramatischen Geschichten, optimistische Fälle. Der heutige Blogeintrag betrifft zwar nicht einen Flüchtling aus Syrien, sondern einen aus Kosovo.

Ab und zu zeigen wir Ihnen bemerkenswerte Geschichten von Schülern und Studenten, die Andere inspirieren und motivieren sollten. Heute möchten wir Ihnen eine erfolgreiche Geschichte eines Kosovo-Flüchtlings näherbringen, der ein erfolgreiches Start-up mitgegründet hat.

Erfolgsgeschichte eines Flüchtlings

Nik Myftari ist heute 30 Jahre alt, lebt in Deutschland und ist erfolgreich. Niemand hätte vor 15 Jahren daran geglaubt, dass ein Flüchtlingskind so viel im Leben erreicht. Als Nik 14 Jahre alt war, floh er mit seiner Familie vor dem Krieg aus Kosovo nach Deutschland.
Er lebte zuerst in einem Auffanglager in Karlsruhe und später in einem Flüchtlingsheim in Mannheim. Er sprach kein Deutsch und musste sich durch das deutsche Schulsystem durchkämpfen. Nik besuchte die Hauptschule, dann Realschule und anschließend das Gymnasium. Danach studierte er in Heidelberg VWL und Politik und hat erfolgreich sein Studium absolviert. Inzwischen bekam er einen deutschen Pass.

Dating-App ‘Spotted’

Während des Studiums führte Nik eine Fanseite der Universität auf Facebook. Diese Seite entstand mit dem Ziel, Personen, die man an der Uni begegnet ist, anzusprechen. Wenn ein Student eine Studentin bspw. in Mensa gesehen hat, allerdings sich schämte, diese anzusprechen, kann er das auf dieser Fanseite der Uni nachholen.
Das war der Anfang der Dating-Applikation ‘Spotted’, die im Jahr 2013 gestartet ist. Mithilfe der aktiven App können sich Personen wiederfinden, die sich im echten Leben zufällig irgendwo begegnet sind. Ein User kann dem anderen User eine anonyme Flirtnachricht senden oder zuzwinkern. Dann bleibt nur die Hoffnung, dass die angesprochene Person antwortet. An der App arbeiten gegenwärtig 10 feste Mitarbeiter. Das Budget von drei Investoren beläuft sich auf 14,5 Millionen Dollar. Die App hat heute über eine Million User.
Nik hat die App mit vier weiteren Personen an den Start gebracht. Er ist der einzige, der über eine Flüchtlingsgeschichte verfügt. Die Erlebnisse haben ihn geprägt und spiegeln sich in seinem Charakter wieder: er ist risikobereit, strebt konsequent nach seinen Zielen und gibt nie auf.

Business And Science gratuliert den Gründern der Idee und wünscht dem ganzen Team weitere Erfolge!

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