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Forscher der George Washington Universität: Fernsehkonsum

Forscher der George Washington Universität

Die meisten Eltern dürften wohl wissen, dass ein übermäßiger TV-Konsum für ihren Nachwuchs nicht zu empfehlen ist. Doch wie sieht es mit dem Fernsehkonsum im Alter aus? Kann sich dieser wohlmöglich negativ auf die eigene Gesundheit auswirken? Dieser Frage sind Forscher der George Washington Universität jetzt auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse der Studie wurden bereits im Fachmagazin „Journal of Gerontology: Medical Sciences” veröffentlicht und zeigen einen klaren Trend auf. Wer im Alter zu viel fernsieht, geht ein signifikant höheres Risiko einer Gehbehinderung ein, die sich auch durch die moderne Medizin nur schwer korrigieren lässt. Laut den Wissenschaftlern aus Washington D. C. gilt dies besonders für Menschen jenseits der 50, die nicht nur viel TV schauen, sondern sich zusätzlich auch noch zu wenig bewegen.

Nähere Informationen zum Ablauf der Studie

Was zunächst nach einer allgemeinen Weisheit klingen mag, wurde von den US-amerikanischen Wissenschaftlern durchaus sorgfältig erforscht. Denn die an der Studie beteiligten Forscher der George Washington Universität haben den Gesundheitszustand sowie die körperliche Aktivität von gleich 130.000 Probanden über einen Zeitraum von zehn Jahren neben deren täglichem TV-Konsum analysiert. Alle Männer und Frauen, die an dieser Studie teilnahmen, waren im Übrigen mindestens 50 Jahre und höchstens 71 Jahre alt. Mit ihrer Studie hatten die Wissenschaftler aus den USA bereits in der Mitte der 1990er-Jahre begonnen. Die heutigen Studienergebnisse stützen sich also auf eine vergleichsweise verlässliche Langzeitforschung mit einem außergewöhnlich großen Probandenpool.

Zu welchem Ergebnis kamen die Forscher?

Ein TV-Konsum von mehr als fünf Stunden pro Tag stellte laut den Wissenschaftlern die magische Grenze für eine echte Gefährdung dar. Die Forscher der George Washington Universität stellten fest, dass Probanden, die derart viel fernsahen (und zwar täglich), binnen der nächsten fünf Jahre damit rechnen mussten, ernsthafte Probleme mit dem Gehen und Laufen zu entwickeln. Fatal sind diese Studienergebnisse vor allem deshalb, da die Probanden diese Gefahr selbst durch körperliche Aktivität nur bedingt bannen konnten.
Den Forschern wurde anhand der Studienergebnisse zudem klar, dass vor allem das abendliche Fernsehen als besonders schädlich einzustufen ist. Über die Gründe für dieses Phänomen können die Wissenschaftler bisher nur mutmaßen. Es sei jedoch denkbar, dass sich der TV-Konsum am Abend besonders intensiv gestaltete, was bedeuten könnte, dass die Probanden gerade am Abend keine kleinen Bewegungspausen einlegten, sondern sehr lange sowie ununterbrochen an einem Stück fernsahen.

Ausblick: Das raten die Forscher

Wer auch im Alter von über 50 noch gesund und aktiv bleiben möchte, müsse demnach gezielt etwas dafür tun. Weniger zu sitzen sei eines der erklärten Ziele. Mehr Bewegung und zwar jeden Tag und den ganzen Tag über verteilt – auch das war eine gut nachzuvollziehende Empfehlung der Forscher. Dabei sei eine körperliche Betätigung von mindestens sieben Stunden in der Woche erforderlich, um dem negativen Effekt von bis zu sechs Stunden Sitzen pro Tag entgegenzuwirken. Da viele Menschen jedoch mehr als sechs Stunden pro Tag sitzend verbringen, müssten sie sich sogar noch mehr bewegen, um im Alter nicht das Risiko einer Geheinschränkung oder –behinderung einzugehen. Gerade in einem zunehmenden Alter sind wir alle demnach dazu angehalten, tagtäglich in unsere körperliche Fitness zu investieren.

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