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Friedrich Bergius

Friedrich Bergius

Friedrich Bergius wurde im Jahre 1884 bei Breslau geboren. Er besuchte das Realgymnasium und arbeitete anschließend im Labor eines Hüttenwerkes. 1903 begann er an der Universität Breslau ein Studium der Chemie und der chemischen Technologie. Er hörte Vorlesungen bei Walter Herz, Albert Ladenburg und Richard Abegg. 1907 wechselte Bergius an die Universität Leipzig und schrieb hier bei Arthur Hantzsch seine Doktorarbeit zum Thema „Über absolute Schwefelsäure als Lösungsmittel“.

Die Kohleverflüssigung war der Forschungsgegenstand von Friedrich Bergius

Zwei Semester verbrachte Friedrich Bergius bei Walter Nernst am Institut für Physikalische Chemie in Berlin. Anschließend wirkte er bei Fritz Haber in Karlsruhe und bei Max Bodenstein in Hannover. 1912 konnte er sich über die Entstehungsprozesse der Steinkohle habilitieren und wurde Dozent für reine und angewandte physikalische Chemie an der TH Hannover. 1913 ließ er ein Verfahren zur Kohleverflüssigung patentieren. 1914 trat Friedrich Bergius in die Theodor Goldschmidt AG in Essen ein. Er wurde Mitglied des Vorstands und verkaufte schließlich sämtliche Patentrechte an die BASF. Eng bekannt war Friedrich Bergius mit Gustav Stresemann. Er erhielt im Jahre 1931 schließlich gemeinsam mit Carl Bosch den Nobelpreis für Chemie: „Für ihre Verdienste um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren“. 1936 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Harvard University verliehen. 1941 wählte man Bergius zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Friedrich Bergius diverse Aufträge zum Bau von Chemieanlagen an, welche ihn zunächst erst nach Spanien und im Jahre 1947 sogar bis nach Argentinien führten. Dort verstarb Bergius schließlich im Jahre 1949. Er beherrschte drei Fremdsprachen, war Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Inhaber der Ehrendoktorwürde verschiedener Universitäten. Auch war Friedrich Bergius Aufsichtsratsvorsitzender der Hydrolyse AG in Heidelberg und Vorstand des Rates des Deutschen Museums München.

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