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Fritz Haber

Fritz Haber

Fritz Haber kam im Jahre 1868 in Breslau zur Welt. Er entstammte einer wohlhabenden jüdischen Familie, absolvierte ein Gymnasium mit altsprachlicher und mathematischer Ausrichtung und studierte anschließend in Heidelberg bei Robert Wilhelm Bunsen und anschließend in Berlin bei August Wilhelm von Hofmann Chemie. Seine Doktorarbeit schrieb Haber bei Carl Liebermann in Organischer Chemie zur Thematik „Über einige Derivate des Piperonals“. Später wirkte er schließlich in Zürich, in Jena und an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Hier habilitierte er sich schließlich und wurde zum außerordentlichen Professor für Technische Chemie ernannt.

Fritz Haber gilt als der Planer der Gasangriffe im Ersten Weltkrieg

Seit 1904 setzte sich Fritz Haber intensiv mit der katalytischen Bildung von Ammoniak auseinander. Diese wissenschaftliche Tätigkeit führte später zur Entwicklung des berühmten Haber-Bosch-Verfahrens. 1919 wurde ihm dafür nachträglich der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1918 zugesprochen. Sein Mitarbeiter Carl Bosch erhielt ihn jedoch erst 1931. Fritz Haber veröffentlichte Lehrbücher, war Lehrstuhlinhaber in Karlsruhe und Berlin sowie Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie. Bei Kriegsausbuch im Jahre 1914 meldete sich Fritz Haber freiwillig. Erst seine Forschungen ermöglichten den Einsatz der Giftgase Chlor und Phosgen an der Front. Haber wurde zum Hauptmann befördert und von den Alliierten als Kriegsverbrecher gesucht. Nach dem Ersten Weltkrieg leitete Haber die Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch) und versuchte vergeblich, aus dem Meer Gold zu gewinnen, um damit die deutschen Reparationszahlungen bezahlen zu können. Ab 1925 saß er im Aufsichtsrat der I. G. Farben, ab 1926 in der Leopoldina sowie im Senat der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 1933 nahm er einen Ruf an die Universität von Cambridge und später nach Rehovot in Israel an. Auf der Reise dorthin verstarb Fritz Haber dann allerdings im Jahre 1934.

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