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Fritz Pregl

Fritz Pregl

Fritz Pregl wurde 1869 im österreichischen Laibach geboren. Sein Vater war Slowene, seine Mutter hingegen deutschsprachig. Pregl studierte zunächst in Innsbruck Medizin. Ein Studienkollege von ihm war Georg August Wagner. Im Jahre 1894 schrieb Fritz Pregl schließlich seine Doktorarbeit. 1899 folgte seine Habilitation und 1905 bekleidete er die Stellung eines Assistenten am Medizinisch-Chemischen Institut der Universität Innsbruck. 1913 wurde Pregl zum Professor an das Medizinisch-Chemische Institut der Universität Graz berufen.

Fritz Pregl forschte über die chemische Zusammensetzung von Darmsaft und Harn

Bereits als junger Wissenschaftler widmete Fritz Pregl sein Augenmerk vor allem den medizinisch-chemischen Problemen. So gab er sich keineswegs mit seinem Medizinstudium zufrieden, sondern bildete sich autodidaktisch auf dem Gebiet der Chemie weiter. Studienreisen nach Deutschland führten ihn immer wieder an die seinerzeit renommiertesten chemischen Institute, an denen er seine Forschungsarbeiten durchführen konnte. So erhielt er schon bald einen Lehrauftrag für physiologische Chemie. Insbesondere widmete er sich seinerzeit der Erforschung des Darmsafts vom Schaf, der Untersuchung des menschlichen Harns sowie der Analyse der chemischen Konstitution der Gallensäfte. Ebenso arbeitete er kontinuierlich an der Verbesserung der seinerzeit im Gebrauch befindlichen Laborgeräte. So baute Pregl einen automatisch regulierbaren Verbrennungsofen zur Durchführung quantitativer Elementaranalysen. Im Jahre 1914 wurde Fritz Pregl schließlich mit dem Lieben-Preis geehrt. Es folgte im Jahre 1923 der Nobelpreis für Chemie, welchen er „für die von ihm entwickelte Mikroanalyse organischer Substanzen“ vom Nobelpreis-Komitee zugesprochen bekam. Fritz Pregl verstarb im Jahre 1930 in Graz. Besonders sein Einfluss auf die klinisch-chemische Analytik gilt als bedeutend. Im Jahre 1929 wurde Fritz Pregl zum Ehrenbürger von Innsbruck ernannt. In Innsbruck wurde außerdem eine Straße nach ihm benannt. Von 1931 bis 2006 verlieh die Österreichische Akademie der Wissenschaften regelmäßig einen nach Pregl benannten Preis.

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