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Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann kam im Jahre 1912 in Schlesien zur Welt. Er war der Sohn eines Hotelbesitzers und galt bereits während seiner frühen Jugendzeit unter Gleichaltrigen als äußerst fabulierfreudig. Er besuchte zunächst eine Dorfschule, später dann eine Realschule, um 1878 schließlich als sogenannter Landwirtschafts-Eleve auf dem Gutshof seines Onkels zu arbeiten. Allerdings musste er diese Lehre bereits schon nach kurzer Zeit aufgrund eines Lungenleidens wieder abbrechen. Im Anschluss studierte Gerhart Hauptmann zunächst Bildhauerei in Breslau und später auch Philosophie und Literaturgeschichte an der Universität Jena. Auch dieses Studium brach er jedoch beizeiten ohne Abschluss ab. Zunächst plante er, sich in Rom als Bildhauer niederzulassen, doch dieses Vorhaben scheiterte kläglich. Zurückgekehrt nach Deutschland, brach er ein Studium der Zeichenkunst in Dresden und ein weiteres Studium der Geschichte in Berlin ohne Abschluss ab, ehe er sich schließlich der schriftstellerischen Tätigkeit widmete.

Gerhart Hauptmann wurde mit Dramen berühmt

Gerhart Hauptmann lebte zunächst in Berlin, wurde Mitglied eines Literaturvereins und verfasste mehrere Dramen. Unterstützt durch Theodor Fontane, wurde sein Drama „Die Weber“ aus dem Jahre 1892 ein echter Durchbruch. Bereits vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs erhielt Gerhart Hauptmann zahlreiche Ehrungen. Er wurde Ehrenmitglied der Berliner Secession, erhielt insgesamt 3 Mal den begehrten österreichischen Grillparzer-Preis sowie die Ehrendoktorwürden der Universitäten Leipzig und Oxford sowie der Columbia University. Lediglich der deutsche Kaiser Wilhelm II. schätzte ihn als sozialdemokratischen Schriftsteller wenig und verhinderte letztendlich durch sein Veto, dass Gerhart Hauptmann im Jahre 1896 den Schiller-Preis bekam. Dennoch wurde Gerhart Hauptmann im Jahre 1912 schließlich der Nobelpreis für Literatur zuerkannt: „Vornehmlich für seine reiche, vielseitige, hervorragende Wirksamkeit auf dem Gebiete der dramatischen Dichtung“. Während des Zweiten Weltkrieges verstand er sich, der hohes Ansehen in der deutschen Bevölkerung genoss, stets als überparteilicher Dichter. Hauptmann verstarb 1946 in Agnetendorf.

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