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Grazia Deledda

Grazia Deledda

Grazia Deledda wurde 1871 auf Sardinien geboren. Sie war die Tochter einer wohlhabenden Familie und erhielt daher bereits in jungen Jahren Sprachunterricht. Schon im Alter von 15 Jahren konnte sie in verschiedenen sardischen Zeitungen Gedichte und auch Erzählungen veröffentlichen, mit denen sie auf sich aufmerksam machte. Nach ihrer Eheschließung mit einem Beamten des italienischen Kriegsministeriums zog Grazia Deledda 1900 nach Rom. Hier widmete sie sich ganz ihrem literarischen Schaffen und veröffentlichte ihre ersten beiden Romane.

Grazia Deledda stelle ihr Wirken in den Dienst Mussolinis

Innerhalb der italienischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts gilt Grazia Deledda als eine der wichtigsten Autorinnen des Naturalismus. Nahezu alle ihre belletristischen Werke sind als Schicksalsromane angelegt, welche das ungemein harte Leben der Sarden zum Sujet haben. Die Protagonistinnen ihrer Werke sind oft Frauen. Diese geraten aufgrund ihrer individuellen Glaubens- und Ehrbegriffe in die Mühlen der zeitgenössischen italienischen Gesellschaft und gehen dort oft zugrunde. Für ihre ersten beiden in Rom verfassten Romane erhielt Grazia Deledda im Jahre 1926 den Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Für ihre von hohem Idealismus getragene Verfasserschaft, die mit Anschaulichkeit und Klarheit das Leben ihrer väterlichen Herkunft schildert und allgemeinmenschliche Probleme mit Tiefe und Wärme behandelt“. Verliehen wurde der Preis jedoch erst im Folgejahr 1927. Mit der Machtergreifung der italienischen Faschisten unter Mussolini, stellte sie ihr literarisches Schaffen sofort ganz in den Dienst des Duce. Besonders in der Nachkriegszeit minderte dies den Nachruhm ihres literarischen Schaffens ganz erheblich. Ihr literarisches Werk ist äußerst umfangreich. Einige belletristische Werke aus ihrer Feder wurden erst nach ihrem Tode posthum veröffentlicht. Im Jahre 1956 wurde ein Roman von Grazia Deledda mit Erfolg verfilmt. Stets handeln ihre Bücher in Italien, wobei besonders das Spätwerk von ihrer Liebe zu ihrer Heimat Sardinien geprägt ist. Grazia Deledda verstarb 1936 im Alter von nur 64 Jahren in Rom.

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