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Hans Fischer

Hans Fischer

Hans Fischer wurde 1881 in Höchst am Main geboren. Sein Vater war Chemiker und Direktor einer Wiesbadener chemischen Fabrik. Hans Fischer besuchte die Grundschule in Wiesbaden und legte 1899 das Abitur ab. Er studierte anschließend in Lausanne, in München und in Marburg die Chemie und Medizin. 1904 schrieb er schließlich bei Theodor Zincke in Marburg seine Doktorarbeit in Chemie zum Thema „Beiträge zur Kenntnis der 4-Oxy-1,2-toluysäre“. 1908 folge die Promotion in München bei Friedrich von Müller zum Dr. med. mit der Promotionsschrift „Zur Kenntnis des carcinomatösen Mageninhalts“.

Hans Fischer wählte im Jahre 1945 den Freitod

Von 1908 bis 1915 wirkte Hans Fischer an der Zweiten Medizinischen Klinik in München. Von 1910 bis 1911 realisierte er außerdem einen Forschungsaufenthalt am Ersten Chemischen Institut in Berlin. 1912 konnte er sich als Professor für Innere Medizin habilitieren. 1913 ging er an das Physiologische Institut München. 1915 folgte die Berufung zum außerordentlichen Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität München. 1916 folgte Hans Fischer einem Ruf als Professor für Medizinische Chemie an die Universität Innsbruck, 1918 an die Universität Wien. Den Wiener Lehrstuhl für Medizinische Chemie hatte Fischer bis 1921 inne. In diesem Jahr wurde er Lehrstuhlinhaber für organische Chemie an der Technischen Hochschule München. 1930 wurde Hans Fischer schließlich der Nobelpreis für Chemie verliehen, für seine Arbeiten „über den strukturellen Aufbau der Blut- und Pflanzenfarbstoffe und für die Synthese des Hämins“. Die kriegsbedingte Zerstörung seines Institutes und die damit einhergehende völlige Zerstörung aller seiner wissenschaftlichen Arbeiten konnte Hans Fischer nicht verwinden. Daher wählte er aus Verzweiflung im Frühjahr 1945 den Freitod. Er war Mitglied der Leopoldina, Geheimer Regierungsrat und seit dem Jahre 1936 auch Inhaber der Ehrendoktorwürde der Universität Harvard sowie korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

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