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Heidegger gerät immer mehr in die Kritik

Heidegger

Die Veröffentlichungen um den berühmten Philosophen Martin Heidegger ziehen immer weitere Kreise. Er lebte von 1889 bis 1976. Seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus ist seit jeher umstritten. Einerseits ist er als einer der größten Philosophen des 20. Jahrhunderts bekannt, andererseits gilt er als Mystiker, der sich auch durch die Annahme eines Rektorats an der Universität Freiburg in der Nazi-Zeit in die Kritik brachte. Vielen ist es ein Dorn im Auge, dass er 1930 in Hitlers NSDAP eintrat. Dabei stellt sich die Frage, ob Heidegger wirklich ein überzeugter Faschist war, dessen Denken von dieser Richtung verdorben ist, oder ob er nur in den Nazismus verstrickt war, ohne dass sein Werk davon beeinflusst worden wäre.

Heidegger und seine “Schwarzen Hefte”

Die sogenannten Schwarzen Hefte, die Heidegger zwischen 1931 und 1948 verfasst hat, wurden 2014 und 2015 veröffentlicht. Dies hat den Streit neu entflammt. In kürzester Zeit sind viele erläuternde und kritisierende Literaturen zu diesen Schwarzen Heften publiziert worden. Die schwarzen Hefte offenbaren das faschistische Denken von Heidegger. Er war voller Zustimmung für die Einrichtung des Faschismus. Dabei bekannte er sich zum Prinzip des Führertums und lobte dieses hoch. Die Philosophie wiederum sollte für ihn aktiv an der Errichtung der neuen Zeit mitwirken.

Sein Rektorat in Freiburg

Es war auch bisher nicht ganz klar, warum und mit welchen Gedanken Heidegger sein Freiburger Rektorat übernahm. Jetzt weiß man, dass er vom Nationalsozialismus begeistert war und mit ganzer Kraft ein guter nationalsozialistischer Rektor sein wollte. Er wollte dem Führer dienen und dabei selbst ein guter Führer sein. Dass er schließlich das Rektorat ziemlich schnell wieder niederlegte, hatte auch nicht mit einer wachsenden Distanz zum Nationalsozialismus zu tun, sondern mit Differenzen unter den Kollegen. Aus seinen Schriften lässt sich der Schluss ziehen, dass er sogar das Terrorsystem der Nazis für notwendig hielt. Somit verliert sein Denkmal weiter den Glanz.

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