HomeBlogHenri Bergson

Henri Bergson

Henri Bergson

Henri Bergson wurde im Jahre 1859 in Paris geboren. Er war der Sohn eines jüdischen Komponisten aus Polen und einer englischen Mutter. Seine Kindheit verbrachte er abwechselnd in London und Paris. In Paris besuchte er zunächst das Lycée Fontanes, ehe er sich schließlich für ein Studium der Literatur und der Philosophie an der renommierten École normale supérieure entschied, um Gymnasialprofessor zu werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Studien erhielt er 1881 Anstellungen als Gymnasiallehrer, fand daneben allerdings Zeit, um wissenschaftliche Artikel über römische Philosophie zu veröffentlichen. 1889 schrieb er schließlich seine Doktorarbeit zum Thema „Essai sur les données immédiates de la conscience“.

Henri Bergson fand international als Philosoph Anerkennung

Henri Bergson publizierte ab 1896 mehrere philosophische Schriften, welche auch aktuellste Erkenntnisse aus der Hirnforschung berücksichtigten. Im Jahre 1900 folgte er schließlich einem Ruf an das Collège de France als Lehrstuhlinhaber für Griechische Philosophie. 1901 wählte man ihn zum Mitglied der Académie des sciences morales et politiques. Auch außerhalb Frankreichs wurde er nun bekannt mit Schriften über den psychologischen Ursprung des Glaubens und das menschliche Vertrauen in das Gesetz der Kausalität. 1903 wurde er schließlich am Collège de France Lehrstuhlinhaber für moderne Philosophie. Er hielt Vorträge auf internationalen Philosophen-Kongressen und an der New Yorker Columbia University. 1913 wurde ihm schließlich der Vorsitz der British Society for Psychical Research übertragen. Im Jahre 1914 erfolgten seine Aufnahme in die Académie française sowie die Wahl zum Offizier der Ehrenlegion. Im Ersten Weltkrieg erwies sich Henri Bergson als französischer Patriot. 1920 nahm er den Ehrendoktortitel der Universität Cambridge an. 1921 legte er sein Lehrstuhlamt nieder und wirkte als Präsident der Commission Internationale de la Coopération Intellectuelle, die als Vorläufer der Unesco gilt. 1927 wurde ihm schließlich der Nobelpreis für Literatur verliehen: „Als Anerkennung für seine reichen und belebenden Ideen und die glänzende Kunst, womit sie vorgetragen werden“. Henri Bergson starb 1941 in Paris.

Comments(0)

Leave a Comment