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Henri Moissan

Henri Moissan

Ferinand Frederic Henri Moissan wurde im Jahre 1852 in Paris geboren. Er studierte Chemie und war dann anschließend am naturwissenschaftlichen Museum in Paris beschäftigt. Hier war er für die Bodenkulturen zuständig und wurde später auch Leiter der praktischen Arbeiten. Im Jahre 1880 verfasste Henri Moissan seine Doktorarbeit zu „Thesen über die Cyanogen-Serien“. 1886 wurde er schließlich zum Professor an der höheren Schule für Pharmazie und gleichzeitig auch zum Professor für Chemie an der Universität von Paris berufen. Sein Forschungsschwerpunkt lag in dieser Zeit bei den Cyanverbindungen, den Oxiden des Eisens, den Chromverbindungen, den Fluorverbindungen, den Karbiden, Siliciden und anderem mehr.

Henri Moissan erlangte Weltruhm durch die Darstellung des Fluors

Zu Weltruhm gelangte Henri Moissan jedoch am 26. Juni des Jahres 1886. Nach bereits etlichen Fehlschlägen glückte ihm an jenem Tag die elektrochemische Gewinnung von reinem und elementarem Fluor durch eine spezielle und eigens von ihm zu diesem Zweck entwickelte Apparatur. Ferner gelang ihm die Darstellung von reinem Bor und im Jahre 1893 die erstmalige Erzeugung kleiner künstlicher Diamanten unter Laborbedingungen. 1904 reiste Moissan in die Vereinigten Staaten von Amerika und entdeckte dort in einem Meteoritenkrater das nach ihm benannte Mineral Moissanit, dessen Eigenschaften denen des Diamants recht nahe kommen. 1892 zeigte Henri Moissan der Öffentlichkeit, dass sich elektrische Öfen im großtechnischen Umfang zur Herstellung von Karbid eignen. 1902 glückte ihm schließlich der Nachweis der Silicium-Wasserstoff-Verbindung Monositan. Henri Moissan erfuhr im Verlaufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zahlreiche Ehrungen. So wurde ihm bereits 1896 die Davy-Medaille zugesprochen. Die Krone dieser Ehrungen bildet jedoch zweifellos der Nobelpreis für Chemie, welchen Henri Moissan im Jahre 1906 erhielt: „als Anerkennung des großen Verdienstes, das er sich durch seine Untersuchung und Isolierung des Elements Fluor sowie durch die Einführung des nach ihm benannten elektrischen Ofens in den Dienst der Wissenschaft erworben hat“.

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