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Ist Hirndoping unfair?

Hirndoping

Hirndoping ist ein heißes Thema unter den Studenten. Immer höhere Anforderungen, erbarmungsloser Konkurrenzkampf, Leistungsdruck – viele halten das langfristig nicht durch. Um am Ball zu bleiben putschen sich immer mehr Studenten mit Hirndoping auf. In einer Befragung zum Thema Hirndoping haben über 3000 Studenten an den Universitäten Basel, Zürich und der ETH Zürich teilgenommen. Die Ergebnisse des Fragebogens wurden in der Zeitschrift Plos One veröffentlicht.

Ergebnisse der Umfrage

Aus der Umfrage stellt sich heraus, dass die Schweizer Studenten fair gute Noten bekommen wollen. Sieben von zehn befragten Studenten vertreten den Standpunkt, dass es unfair ist, Hirndoping zu nutzen, um bessere Leistungen im Studium zu erbringen. Gut über 20 Prozent der Befragten gibt allerdings zu, zumindest einmal Hirndoping während des Studiums zur Steigerung der Lerneffekten zu sich genommen zu haben. Die Teilnehmer der Umfrage wurden in der Umfrage zu ihrer Meinung zu folgenden Substanzen befragt: Ritalin, Modasomil, Antidepressiva, Betablockern und vielen Freizeitdrogen.

Studenten, denen die leistungssteigerenden Mittel verschrieben wurden, zeigten sich deutlich aufgeschlossener. Fast ein viertel der Studenten hält die genannten Substanzen für fair. 11 Prozent der Studenten, die keine solche Erfahrung gesammelt haben, halten das Doping für etwas Normales.
Gut über 65 Prozent der Teilnehmer hat das Hirndoping mit Doping im Sport verglichen. 80 Prozent der befragten Studierenden hat zugegeben, dass auf diese Art und Weise erreichte gute Noten keine Anerkennung verdienen.
Die Mehrheit der Studenten macht sich darüber Gedanken, welche Risiken und Nebenwirkungen die leistungssteigernden Substanzen mitbringen.
Der verbreitete Gebrauch von leistungssteigernden Mitteln kann einen negativen Einfluss auf die Personen haben, die diese Substanzen nicht einnehmen. Der soziale Druck kann zu Mitmachzwang führen. Darüber machen sich viele Befragten Sorgen.
Bei der Frage über Regulierung der Verwendung der Mittel durch Hochschulen treten sich die Meinungnen unter den Studenten.

Schlussfolgerungen

Das Forschungsteam macht auf das Problem aufmerksam und spornt die Hochschulen dazu an, sich dem Thema zu widmen und die Studenten fachlich über die Konsequenzen zu informieren. Besonders ist der Mitmachzwang bedenkenswert.

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