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Hotel Mama für Studenten

Hotel Mama

Wer studieren will, zieht üblicherweise aus dem Elternhaus aus. Wenn die Uni sich allerdings in der Heimatstadt oder in ihrer Nähe befindet, ändert sich die Adresse nicht. Viele junge Erwachsene wohnen ziemlich oft und gerne bei ihren Eltern. Das Elternhaus, bei dem junge Erwachsene noch wohnen, wird spöttisch als Hotel Mama bezeichnet und die jungen Erwachsenen als Nesthocker. Unter den Nesthockern gibt es viele Studenten, die jeden Tag zur Uni pendeln.

Hotel Mama lohnt sich

Der frühe Auszug aus dem Elternhaus ist für viele keine gute Option. Es ist einfach bequem aus zahlreichen Gründen, bei den Eltern zu wohnen:
• Wäsche ist frisch gewaschen und gebügelt, Zimmer aufgeräumt, der Kühlschrank voll, täglich heißes hausgemachtes Mittagessen – so sieht das Leben im Elternhaus aus. Mama macht alles und es kommt den Kindern gelegen.
• Es ist kostengünstig: die Kosten für Miete und Lebensunterhalt fallen weg. Das Monatsticket ist viel günstiger als eine Monatsmiete.
• Man muss nicht einen Nebenjob aufnehmen, um finanziell jeden Monat durchzuhalten.
• Das Elternhaus gibt ein Sicherheitsgefühl und verspätet den Start in die Erwachsenenzeit.

Hotel Mama und seine Schattenseiten

Das lange Wohnen bei Hotel Mama ist es nicht so rosig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag:
• Der junge Erwachsene bleibt bei seinen alten schulischen Gewohnheiten und ihm wird nicht klar sein, dass die Anforderungen an der Uni deutlich höher sind als in der Schule. Dann kommt nicht selten die Enttäuschung.
• Die Nesthocker verschwenden viel Zeit im Zug beim täglichen Pendeln. Im Zug kann nicht jeder lernen und oft gibt es keine Bedingungen dafür und die Lernzeit wird desto kürzer.
• Wer pendelt, verpasst oft gute Partys, da es oft an Verkehrsverbindungen fehlt.Es ist kein typisches Studentenleben. Auch der Kontakt zu den Kommilitonen ist nicht so eng wie zwischen den Studenten, die in WGs oder Studentenwohnheimen leben. So ist man nicht selten vom Sozialleben ausgeschlossen.
• Die potenziellen Arbeitgeber sehen es nicht positiv an, wenn der Kandidat noch bei seinen Eltern wohnt. Es kann von seiner Unreife, Unselbständigkeit und Verantwortungslosigkeit zeugen.

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