HomeBlogIrène Joliot-Curie

Irène Joliot-Curie

Irène Joliot-Curie

Irène Joliot-Curie kam im Jahre 1897 in Paris zur Welt. Bereits ihre Eltern Marie und Pierre waren Nobelpreisträger gewesen. Sie wuchs in der Obhut ihres Großvaters auf und absolvierte das Collège Sévigné. Während des Ersten Weltkrieges assistierte sie ihrer Mutter Marie beim Aufbau und beim Betrieb einer mobilen Röntgenstation und studierte nebenher Mathematik und Physik an der Universität von Paris. Beide Studiengänge schloss sie im Jahre 1920 mit einem Lizenziat ab, um sodann als unbezahlte wissenschaftliche Mitarbeiterin und später auch als Unterassistentin am Institut ihrer Mutter zu arbeiten. Hier lernte Irène Joliot-Curie den Chemielaboranten Fréderic Joliot kennen, den sie im Jahre 1926 heiratete. Sie verfasste ihre Doktorarbeit über die von Polonium emittierten Alphastrahlen.

Irène Joliot-Curie engagierte sich stark in der Politik

1934 trat Irène Joliot-Curie gemeinsam mit ihrem Mann dem Aktionskomitee antifaschistischer Intellektueller bei. Sie hatte erkannt, dass es notwendig war, sich auch als Wissenschaftlerin stark in der Politik zu organisieren. Zunächst wurde ihr jedoch gemeinsam mit ihrem Mann der Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der künstlichen Radioaktivität verliehen. Die Preisverleihung erfolgte im Jahre 1935. 1936 trat Irène Joliot-Curie schließlich als Staatssekretärin für Wissenschaft und Forschung in die Volksfront-Regierung unter Léon Blum ein. Sie war damit eine der ersten französischen Frauen, welche in ein Kabinett berufen wurden. Sie füllte diese Position allerdings nur drei Monate lang aus und nahm im Jahre 1937 eine Dozentenstelle an der Sorbonne an. Bereits seit 1935 litt Irène Joliot-Curie an Tuberkulose und musste sich mehrfach in der Schweiz behandeln lassen. 1945 wurde sie Kommissarin für Atomenergie in Frankreich. Da sie der kommunistischen Bewegung nahe stand, wurde ihre Amtszeit jedoch nicht verlängert. Insgesamt vier Mal bewarb sich Irène Joliot-Curie zwischen 1951 und 1954 vergebens um einen Sitz in der französischen Akademie der Wissenschaften. Sie starb 1956 an einer Leukämie und erhielt ein Staatsbegräbnis.

Comments(0)

Leave a Comment