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Irving Langmuir

Irving Langmuir

Irving Langmuir kam im Jahre 1881 in Brooklyn, New York, zur Welt. An der New Yorker Columbia University erhielt er den Abschluss als Bachelor of Science im Fach Bergbau. 1903 wechselte er zu Walter Nernst nach Göttingen und forschte dort am Institut für Physikalische Chemie. Im Jahre 1906 schrieb er hier seine Doktorarbeit über das Thema „Von der partiellen Neukombinierung abgesonderter Gase während der Abkühlung“. Zurückgekehrt in die USA, lehrte und forschte Langmuir schließlich am Stevens Institute of Technology in Hoboken und dann im General Electrics Forschungslabor in New York.

Irving Langmuir entwickelte die Kondensationsquecksilbervakuumpumpe

Irving Langmuir erweiterte diverse Theorien in der Chemie und Physik, entwickelte die Kondensationsquecksilbervakkumpumpe, die mit Gas gefüllte Wolfram-Glühlampe, diverse Vakuum-Radioröhren sowie ein spezielles Verfahren zum Schweißen mit atomarem Wasserstoff. Seine Forschungen waren stets sehr praxisbezogen und konzentrierten sich vor allem auf das Gebiet der Oberflächenchemie. Irving Langmuir ging außerdem in die Geschichte ein, als derjenige Wissenschaftler, welcher als erster überhaupt mit Plasma arbeitete. Er war es auch, der ionisierende Gase letztendlich Plasma nannte. Während des Ersten Weltkrieges war er damit beauftragt, ein Labor zu leiten, in welchem Verfahren zur Ortung von U-Booten entwickelt wurden. 1924 kreierte Langmuir das Konzept der sogenannten Elektronentemperatur. Dieses ermöglichte später ein besonderes Messverfahren zur Temperaturermittlung. Ebenso entwickelte er gemeinsam mit Katherine Blodgett ein Konzept der sogenannten zweidimensionalen Physik zur Beschreibung der Oberflächenchemie und Oberflächenstruktur. Im Jahre 1932 wurde Irving Langmuir der Nobelpreis für Chemie verliehen: Für seine „Entdeckungen und Untersuchungen zur Oberflächenchemie“. Die Dosis der Oberflächenchemie wird seither in der Einheit Langmuir angegeben. In den 1940er Jahren beschäftigte sich Langmuir schließlich als Mitarbeiter von General Electrics mit Möglichkeiten zur künstlichen Beeinflussung des Wetters. Irving Langmuir verstarb im Jahre 1957 in Woods Hole, in Massachusetts.

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