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John Galsworthy

John Galsworthy

John Galsworthy kam 1867 im englischen Kingston Hill zur Welt. Er war der Sohn vermögender Eltern und konnte demzufolge eine Privatschule in Harrow besuchen. Anschließend studierte er am renommierten New College der Universität Oxford Jura und wurde 1890 Barrister-at-Law (Rechtsanwalt). Diese Tätigkeit kam seinen beruflichen Neigungen jedoch nicht entgegen, so dass er den Beruf des Anwalts aufgab und stattdessen zur See fuhr. Hier konnte er Bekanntschaft mit dem bekannten polnischen Schriftsteller Joseph Conrad schließen. Von nun an entwickelte er ein reges Interesse für die Literatur und publizierte erste Werke unter dem Pseudonym John Sinjohn.

John Galsworthy wurde der erste Präsident der internationalen Autorenvereinigung P.E.N.

Im Jahre 1906 wurde das erste Schauspiel aus der Feder von John Galsworthy aufgeführt. Durch den Erfolg beflügelt, verfasste er noch im selben Jahr den ersten Roman seiner erfolgreichen Serie „The Forsyte Saga“, die zu den klassischen Werken der englischen Literatur gezählt wird. 1931 wurde er schließlich zum ersten Präsidenten der neu gegründeten internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. gewählt. Auch wurde er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. John Galsworthy verfasste vor allem sozialkritische Romane und Theaterstücke. Sogar Sigmund Freud schätzte seine belletristischen Werke und nannte ihn einen “feinsinnigen Engländer”. Meist kritisierte John Galsworthy mit feiner Ironie das englische Großbürgertum und den Adel in seinem Romanen und Dramen. Ebenso häufig porträtierte er jedoch unglücklich verheiratete Frauen. Damit prangerte er das britische Klassensystem in seinem Schaffen an. Im Jahre 1932 wurde ihm schließlich der Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Für die vornehme Schilderungskunst, die in ‚The Forsyte Saga‘ ihren höchsten Ausdruck findet“. Im darauf folgen Jahr verstarb John Galsworthy schließlich an einem Gehirntumor. Sein umfangreiches Werk wird noch heute mit großem Genuss rezipiert. Auch außerhalb Großbritanniens findet sein belletristisches Schaffen breite Anerkennung.

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