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Joliot-Curie

Joliot-Curie

Jean Frédéric Joliot-Curie wurde 1900 in Paris geboren. Er absolvierte das Lycée Lakanal in Sceaux in der Nähe von Paris und absolvierte anschließend ein Studium der Chemie. Im Jahre 1925 wurde Joliot-Curie schließlich Assistent von Marie Curie am Institut du Radium. Später heiratete er die Tochter von Marie Curie. 1930 schrieb er seine Doktorarbeit über Thesen zur Elektrochemie radioaktiver Elemente. Im Jahre 1935 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau Irène den Nobelreis für Chemie.

Jean Frédéric Joliot-Curie wurde Präsident des Weltfriedensrates

1937 wurde Joliot-Curie schließlich zum Professor am Collège de France berufen. Während der deutschen Besetzung Frankreichs wirkte er im Widerstand der Résistance. 1941 war er Präsident der Nationalen Front des Widerstands und stand der Kommunistischen Partei nahe. 1943 wählte man ihn in die Académie des sciences. Nach Kriegsende avancierte Joliot-Curie zum Direktor am Centre national de la recherche scientifique und zum Hochkommissar für Atomenergie. 1948 war er der technische Leiter des ersten Baus eines französischen Atommeilers. Hier weigerte er sich dann allerdings, am Bau einer französischen Atombombe mitzuwirken. 1950 wurde Joliot-Curie Präsident des Weltfriedensrates sowie korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Dieses Jahr wurde für ihn eine Zeitspanne diverser Ehrungen, denn er erhielt den Stalinpreis für Frieden und die Ehrendoktorwürde der Universität Lubmin. In seinen letzten Lebensjahren wirkte Joliot-Curie als Professor an der Sorbonne und engagierte sich außerdem beim Aufbau des Instituts für Kernphysik in Orsay. Er starb im Sommer des Jahres 1958 in Paris und gilt bis heute als einer der bedeutendsten französischen Chemiker des frühen 20. Jahrhunderts, welcher sich insbesondere um die Möglichkeiten der Synthese eines Radionuklids durch den Beschuss des Elements Aluminium mit Alphateilchen verdient machte. Seine Forschungsergebnisse zur Kernspaltung gelten noch heute als wegweisend in der Chemie.

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