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Knut Hamsun

Knut Hamsun

Knut Hamsun kam 1859 im norwegischen Garmo zur Welt. Er war der Sohn eines Dorfschneiders und wuchs auf einem abgelegenen Hof auf, welchen die Familie im Jahre 1863 erworben hatte. Er erlebte hier in seiner Kindheit fast noch feudale Verhältnisse auf dem Lande. Als Neunjähriger wurde er auf den Pfarrhof eines Onkels geschickt, um hier diverse Hilfsdienste zu leisten, da sich seine Familie hoch verschuldet hatte. Er erlernte den Beruf des Kaufmanns, arbeitete als Ladengehilfe und begann während dieser Zeit, erste Verse zu schreiben. 1875, gerade einmal 16 Jahre alt, wanderte er durch Norwegen, verdingte sich dabei als Hafenarbeiter, als fahrender Händler und auch als Gemeindeschreiber.

Das literarische Schaffen Knut Hamsuns steht im Schatten seiner Kollaboration mit den deutschen Nationalsozialisten

Seit 1877 publizierte Knut Hamsun erste belletristische Werke, ehe er schließlich 1882 in die USA auswanderte. Dort arbeitete er vor allem in Chicago in unterschiedlichen Berufen, musste aber aufgrund einer Erkrankung 1875 nach Norwegen zurückkehren. Sein 1890 erschienener Roman „Hunger“ gilt als erster bedeutsamer literarischer Erfolg. Er erwarb einen Hof und veröffentlichte mehrere Romane, von denen insbesondere die 1917 unter dem Titel „Segen der Erde“ erschienene Lebensbeschreibung eines norwegischen Ödlandbauern großes Aufsehen erregte. Thomas Mann verehrte Knut Hamsun sehr, dem im Jahre 1920 schließlich der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde: „Für sein monumentales Werk ‚Segen der Erde‘“. Hamsun bewunderte das nationalsozialistische Deutschland, sah es als Gegengewicht zu dem von ihm verachteten britischen Imperialismus und rechtfertigte sogar die Verfolgung der europäischen Juden. Er war ein begeisterter Anhänger von Vidkun Quisling und traf auch Hitler und Goebbels persönlich. Nach Hitlers Suizid veröffentlichte Knut Hamsun einen Nachruf auf den Diktator in der Zeitung „Aftenposten“. Nach Kriegsende wurde er wegen Kollaboration und Landesverrat angeklagt und zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Er starb 1952 in Norwegen.

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