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Leopold Ružička

Leopold Ružička

Leopold Ružička kam 1887 in Österreich-Ungarn zur Welt. Er legte im slawonischen Osijek das Abitur ab und begann schließlich im Jahre 1906 an der Technischen Hochschule Karlsruhe ein Studium der Chemie. Sein Hauptaugenmerk galt jedoch stets der Organischen Chemie. Im Jahre 1910 schrieb er dann bei Hermann Staudinger seine Doktorarbeit zur Thematik „Über Phenylmethylketen“. Im Anschluss wurde Ružička durch seinen Doktorvater Hermann Staudinger als Assistent aufgenommen. 1912 folgte Leopold Ružička jedoch einem Ruf als Assistent an die ETH Zürich. 1918 konnte er aufgrund ausgiebiger Kooperation mit einer der ältesten Parfümfabriken Europas seine Habilitationsschrift vorlegen. 1918 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Zürich. 1923 wurde Leopold Ružička Titularprofessor an der ETH. Von 1926 bis 1929 wirkte er dann als Professor für organische Chemie in Utrecht.

Leopold Ružička forschte vor allem über vielgliedrige Ringe und über Terpene

Im Jahre 1929 kehrte Leopold Ružička an die ETH Zürich zurück und widmete sich vor allem dem Aufbau eines Laboratoriums. 1938 wechselte Leopold Ružička an die Universität Basel. Gemeinsam mit Adolf Butenandt erhielt er im Jahre 1939 den Nobelpreis für Chemie: „Für seine Arbeiten an Polymethylenen und höheren Terpenen“. Vielgliedrige Ringe und Terpene sowie Steroide und Sexualhormone bildeten den Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit. Ružička synthetisierte außerdem aus einer bestimmten Chrysanthemenpflanze Insektizide, die später wirksam zum Einsatz kamen. Auch fand er eine Prozedur, welche es ihm erlaubte, männliche Geschlechtshormone synthetisch darzustellen. Ružička war ein aktiver Gegner sämtlicher Kernwaffen und zugleich ein passionierter Kunstsammler. Er rief eine nach ihm benannte Kunststiftung ins Leben. Ebenfalls nach ihm benannt wurde ein Preis, welchen die ETH alljährlich an junge und in der Schweiz arbeitende Chemiker verleiht. Leopold Ružička verstarb im Jahre 1976 in Mammern, im Kanton Thurgau. Er wurde auf dem Friedhof Fluntern beerdigt.

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