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Nachwuchswissenschaftler Güttler erhält Georg-Uschmann-Preis

Nachwuchswissenschaftler Güttler erhält Georg-Uschmann-Preis

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat drei jungen Wissenschaftlern wichtige Preise für ihre Forschung verliehen. Die Verleihung fand in Halle an der Saale statt. Den Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte erhielt Nils Güttler aus Zürich in der Schweiz für seine Doktorarbeit.

Der Preisträger Dr. Nils Güttler

Nils Güttler ist Jahrgang 1980. Der Forschungsschwerpunkt seiner Dissertation liegt in der Geschichte botanischer Verteilungskarten. Sie trägt den Titel: “Das Kosmoskop. Karten und ihre Benutzer in der Pflanzengeografie des 19. Jahrhunderts” und erschien im Wallstein Verlag. Der Forscher erhielt seine Doktorwürde 2012. Die Geschichte der botanischen Verteilungskarten beginnt mit den frühen pflanzengeografischen Karten, die noch im 18. Jahrhundert im Umfeld von Alexander von Humboldt angefertigt wurden. Nils Güttler erforschte die Verteilungskarten bis zum späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In dieser Ära wurden besonders häufig botanische Verteilungskarten angefertigt.

Die wichtigsten Forschungsergebnisse in Kürze

Das Kartieren botanischer Erkenntnisse wurde erst lange nach den ersten Verteilungskarten in großer Menge gemacht, nämlich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Biologen setzten sich damals zum Ziel, das erdkundliche Auftreten der unterschiedlichen Arten von Pflanzen systematisch zu kartieren. Güttler konnte u. a. Folgendes nachweisen:

  • Die Verteilungskarten dienten als Medien zur Beobachtung. Die weit verbreiteten Beobachtungskonventionen der Botaniker im 19. Jahrhundert veränderten sich dadurch massiv.
  • Es gab populäre und professionell-wissenschaftliche Forschermilieus. Deren Kommunikation und Interaktion veränderte sich hin zu einem sehr intensiven visuellen Austausch über die Geografie der Pflanzenarten.
  • Aufgrund dessen wurde die Pflanzenkartografie ein wichtiger Antrieb für das Hervorbringen von Theorien der Pflanzengeografie.

Der Georg-Uschmann-Preis

Der Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte, den Nils Güttler dieses Mal erhielt, geht auf den Wissenschaftshistoriker gleichen Namens zurück. Gestiftet wurde er 1996 durch das Ehepaar Ilse und Eugen Seibold. Mit dem Preis geht ein Preisgeld von 2.000€ einher. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre bei der Jahresversammlung der Leopoldina verliehen.

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