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OECD-Bericht: deutsches Bildungssystem

Bildungssystem

Eine neue Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat einige gute Nachrichten für das Bildungssystem in Deutschland bereit. Die Studie heißt “Bildung auf einen Blick”. Beim internationalen Vergleich stellte sich heraus, dass hierzulande überdurchschnittlich viele Kinder eine Krippe, Kita oder einen Kindergarten besuchen. Genauer gesagt sind es 60 Prozent der Zwei-Jährigen, wobei der OECD Durchschnitt lediglich 40 Prozent beträgt. Ferner sind es in Deutschland fast alle Vier- und Fünf-Jährigen, die eine solche Einrichtung besuchen. Man kann also festhalten, dass die für das Bildungssystem immer wieder geforderte Kindergartenpflicht eigentlich überflüssig ist.

Frauen stehen im Bildungssystem besser da als früher

Die Frauen in Deutschland holen weiter auf! Mittlerweile erreichen sie genauso viele Bildungsabschlüsse im Hoch- und Fachhochschulbereich. In dieser Hinsicht also sind sie im Bildungssystem also genauso erfolgreich wie Männer. Die duale Berufsausbildung erweist sich darüber hinaus als guter Puffer gegen Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen.

Probleme bei den Grundschülern in Deutschland

In Deutschland wird insgesamt für Schülerinnen und Schüler und Studierende mehr Geld pro Kopf ausgegeben, als es dem Durchschnitt der OECD entspräche – so weit die gute Nachricht. Bei den Grundschülern allerdings liegen wir unter dem Durchschnitt. Gerade da, wo der Grundstock für den späteren Erfolg im Bildungssystem und im Beruf gelegt wird, wird also gespart. Dagegen wird viel ausgegeben für ältere Schülerinnen und Schüler, zu einem Zeitpunkt also, an dem vieles schon entschieden ist und viele Weichen bereits gestellt sind. Dies wirkt sich natürlich nachteilig aus. Wenn man intensiver in den Grundschulbereich in unserem Bildungssystem investieren würde, bräuchte man später vielleicht nicht so viele Probleme zu lösen, die in dieser Zeit angelegt werden. Deutschland gibt 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für sein Bildungssystem aus. Im OECD-Mittel sind es 5,3 Prozent. Wer eine solche Zahl erreichen will, kommt wahrscheinlich um eine erneute Diskussion um Studiengebühren, höhere Steuern oder einen größeren Anteil an privaten Investitionen nicht herum.

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