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Otto Hahn

Otto Hahn

Otto Hahn kam 1879 in Frankfurt am Main zur Welt. Er gilt bis heute als einer der Väter der modernen Kernchemie und zählt zu den bedeutsamsten Naturwissenschaftlern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits im Alter von 15 Jahren wandte er sich der Chemie zu und experimentierte mit Freunden in der Waschküche seiner Mutter. Nach dem Abitur begann er im Jahre 1897 in Marburg ein Studium der Chemie und Mineralogie, als Nebenfächer belegte er Physik und Otto Hahn Philosophie. Seine letzten Semester verbrachte Otto Hahn in München. Dort belegte er außerdem Kunstgeschichte und schrieb im Sommer 1901 seine Doktorarbeit über „Bromderivate des Isoeugenols“. Nach der Ableistung seines einjährigen Wehrdienstes wirkte Otto Hahn schließlich als Assistent seines Doktorvaters Theodor Zincke an der Universität Marburg.

Radioaktivität bildete den Forschungsschwerpunkt von Otto Hahn

Seit 1904 forschte Otto Hahn zunächst in London. 1905 wechselte er jedoch nach Kanada, um sein Wissen bei Ernest Rutherford zu vervollkommnen. Hier kam er mit den Alphastrahlen in Berührung und begann, zur Radioaktivität zu forschen und zu publizieren. 1906 kehrte er nach Berlin zurück und wurde Mitarbeiter an der Universität. 1907 konnte er sich habilitieren und entdeckte den radioaktiven Rückstoß. Er leitete die radiochemische Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut und forschte hier gemeinsam mit Lise Meitner. Während des Ersten Weltkriegs diente Hahn als Offizier in einer Spezialeinheit für chemische Kriegsführung. Ab 1916 konnte er sich jedoch verstärkt seinen Forschungen über Radium widmen. 1921 entdeckte Otto Hahn schließlich die Kernisomerie. In den 1920er Jahren schuf er das Arbeitsgebiet der angewandten Radiochemie und entdeckte 1938 gemeinsam mit Lise Meitner durch Beschuss von Uran mit Neutronen die Kernspaltung. 1944 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie zugesprochen: „Für seine Entdeckung der Kernspaltung von Atomen“. Nach Kriegsende wurde Hahn in England interniert. Von 1948 bis 1960 wirkte er schließlich als Gründungspräsident der Max-Planck-Gesellschaft. In den 1950er und 1960er Jahren trat Otto Hahn als Gegner der Atomwaffen auf. Er verstarb 1968 in Göttingen.

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