HomeBlogParacetamol dämpft nicht nur die Schmerzen, sondern auch die Emotionen

Paracetamol dämpft nicht nur die Schmerzen, sondern auch die Emotionen

Paracetamol und Emotionen

Vor Kurzem haben wir darüber berichtet, wie wichtig es ist, in den Semesterferien zu pausieren. Zwischendurch einfach mal abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen ist für den Studienerfolg ebenso wichtig wie das sorgfältige Studium der Fachliteratur. Manchmal ist es sogar notwendig, dass sich Studierende im Uni-Stress Hilfe suchen, um den Stress abzubauen oder sich ein besseres Zeitmanagement zu verschaffen. Aber wie sieht es eigentlich mit den kleinen Schmerzmitteln aus, die wohl jeder in stressigen Zeiten schon einmal genommen hat? Wer kennt nicht z. B. den Kopfschmerz im stickigen Hörsaal, im Prüfungsstress oder bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten? Zu dem beliebten schmerzhemmenden Wirkstoff Paracetamol gibt es jetzt neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die die menschlichen Emotionen betreffen.

Paracetamol und Emotionen: neueste Erkenntnisse

Ein Team von US-amerikanischen Forschern hat das Medikament Paracetamol aus psychologischer Sicht untersucht. Dabei haben sie eine bisher nicht bekannte Nebenwirkung von Paracetamol entdeckt, nämlich den Zusammenhang zwischen Paracetamol und Emotionen. Nicht nur die Schmerzen werden gelindert, sondern auch die Gefühle nehmen ab. Dies betrifft sowohl die positiven als auch die negativen Emotionen.

Paracetamol und Emotionen: Studiendesign und Studienergebnisse

Die Probandinnen und Probanden der Studie sollten die Stärke der eigenen Emotionen einschätzen, wenn sie bestimmte Bilder anschauten, die die Gefühle stimulierten. Zunächst wurden sie in zwei Gruppen geteilt, ohne dies zu wissen: Einige bekamen Paracetamol verabreicht (dosiert auf 1000mg), andere ein Placebo. Nach einer Stunde wurden ihnen 40 Fotos gezeigt, die entweder positive oder negative Emotionen evozierten oder aber neutral angelegt waren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten auf einer Skala von 0 bis 10 angeben, wie stark das Gefühl war, das durch das Anschauen des Bildes ausgelöst wurde. Wenn sie vorher Paracetamol eingenommen hatten, wurden die Emotionen weniger stark empfunden. Diejenigen Teilnehmer, die statt Paracetamol ein Placebo genommen hatten, zeigten stärkere Emotionen angesichts der Bilder als die anderen Teilnehmer. Diese Erkenntnisse bestätigen die Vermutung, dass die positiven und die negativen Emotionen von denselben biochemischen Mechanismen gesteuert werden. Ein Beispiel ist der Anblick eines unterernährten, weinenden Kindes. Die Teilnehmer mit Paracetamol hatten hier einen durchschnittlichen Wert von 5,8. Bei den Placebo-Teilnehmern hingegen lag der Wert bei 6,8. Bei einem positiveren Foto von spielenden Kindern zeigten die Werte denselben Unterschied. Neutrale Bilder hingegen zeigten gleiche oder ähnliche Werte.

Paracetamol und Emotionen: Ausblick

Nachdem diese Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Paracetamol und Emotionen feststehen, sollen nun auch Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Aspirin untersucht werden, ob sie ähnliche Effekte haben. Studierende sollten also aufpassen, mit welchen Mitteln sie sich in Prüfungszeiten versorgen. Wenn wissenschaftliche Arbeiten verfasst werden müssen, und die Sorge darüber einfach nicht in den Griff zu kriegen ist, hilft ein Ghostwriting oder Coaching von Business And Science weiter.

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