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Paul Heyse

Paul Heyse

Paul Heyse kam 1830 in Berlin zur Welt. Er war der Sohn eines Professors für Sprachwissenschaft und einer Mutter, welche der Familie eines preußischen Hofjuweliers entstammte. Er besuchte das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in seiner Heimatstadt Berlin und legte hier auch das Abitur ab. Durch seine Mutter erlangte er schon früh Zutritt zu den künstlerischen und kunstinteressierten Salons von Berlin. Hier begegnete er seinem Mentor, dem renommierten Dichter Emanuel Geibel. Angeregt durch diesen, begann Paul Heyse schließlich damit, erste Gelegenheits- und Liebesgedichte zu verfassen. 1847 nahm Paul Heyse schließlich ein Studium der klassischen Philologie in Berlin auf. 1849 schloss er sich einem bekannten Berliner Dichterkreis an. Nach nur zwei Studienjahren wechselte er jedoch an die Universität Bonn, wo er dann Kunstgeschichte und Romanistik belegte. 1850 entschied er sich, den Beruf des Dichters zu ergreifen und schrieb seine Doktorarbeit bei Friedrich Diez. Eine Liebesaffäre mit der Frau eines Professors zwang ihn jedoch, die Universität Bonn vorzeitig zu verlassen und nach Berlin zurück zu kehren.

Paul Heyse erhielt in der Bibliothek des Vatikans Hausverbot

Nachdem Paul Heyse erst im Jahre 1852 mit einer Dissertation über die Poesie der Troubadoure promovieren konnte, unternahm er eine Studienreise nach Italien. Da er sich, verbotener Weise, in der Bibliothek des Vatikans handschriftliche Notizen angefertigt hatte, bekam er dort Hausverbot. 1854 erhielt Paul Heyse schließlich eine Professur in romanischer Philologie an der Universität München. Hier wurde er Mitglied der Zwanglosen Gesellschaft München und gründete einen Dichterverein. Sein literarisches Schaffen umfasste vor allem Gedichte, Novellen, Romane, Dramen, aber auch eine Autobiografie. 1910 erhielt Paul Heyse als erster deutscher Belletristik-Autor schließlich den Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Als Huldigungsbeweis für das vollendete und von idealer Auffassung geprägte Künstlertum, das er während einer langen und bedeutenden Wirksamkeit als Lyriker, Dramatiker, Romanschriftsteller und Dichter von weltberühmten Novellen an den Tag gelegt hat“. Im selben Jahr wurde Heyse geadelt. Er verstarb 1914 in München.

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