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Paul Sabatier

Paul Sabatier

Paul Sabatier wurde 1854 in Carcassonne geboren. Er gilt als der Pionier der katalytischen Hydrierung in der Organischen Chemie schlechthin. 1872 begann er jedoch zunächst erst einmal ein Studium der Physik an den renommierten Institutionen der École normale supérieure und der École polytechnique. Nachdem Paul Sabatier im Jahre 1877 seine Studien abgeschlossen hatte, wirkte er als Physiklehrer an einem Gymnasium in Nimes. Allerdings entschloss er sich rasch, seine Ausbildung fortzusetzen. So wechselte Paul Sabatier im Jahre 1878 nach Paris an das Collège de France und studierte hier unter anderem bei Louis Pasteur sowie bei Pierre Berthelot. Im Jahre 1880 schrieb Paul Sabatier schließlich seine Doktorarbeit bei Pierre Berthelot über „Thesen zur Thermochemie von Schwefel und den Metallsulfiden“. Ab 1880 lehrte er schließlich an der berühmten Faculté des Sciences von Bordeaux und ab 1882 in Toulouse Physik und Chemie. 1884 wurde Sabatier zum Professor berufen. Im Jahre 1930 wurde er emeritiert.

Paul Sabatier entwickelte den Sabatier-Prozess

Paul Sabatier entwickelte einen nach ihm benannten Prozess. Bei diesem werden Kohlenstoffdioxid und Wasser in Methan und Wasser umgewandelt. Dieser Prozess wird gegenwärtig bezüglich seiner Anwendbarkeit für lebenserhaltende Systeme von Raumfahrzeugen und Raumstationen sowie für die Herstellung von Raketentreibstoff auf dem Mars geprüft. Im Jahre 1912 erhielt Sabatier schließlich den Nobelpreis für Chemie, weil er eine Methode gefunden und weiterentwickelt hatte, um organische Verbindungen in Gegenwart fein verteilter Metalle zu hydrieren, was einen gewaltigen Fortschritt in der gesamten organischen Chemie nach sich zog. 1918 ernannte die berühmte Royal Society Sabatier zum auswärtigen Mitglied (Foreign Member). Paul Sabatier starb 1941 in Toulouse. Nach ihm sind auch ein Mondkrater, zwei benachbarte Berge in Südgeorgien und die medizinische Fakultät einer renommierten französischen Universität benannt worden.

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