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Peter Debye

Peter Debye

Peter Debye wurde 1884 in Maastricht geboren. Er erhielt eine technische Ausbildung und studierte schließlich Elektrotechnik an der RWTH in Aachen. 1905 beendete Peter Debye sein Studium und wirkte zunächst als Assistent an der Hochschule. Anschließend wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität nach München, studierte dort Physik und schrieb im Jahre 1908 seine Doktorarbeit über Strahlungsdruck. 1910 konnte Peter Debye sich habilitieren und die Nachfolge von Albert Einstein als Professor für Theoretische Physik an der Universität Zürich antreten. Weitere Professuren erhielt er dann in Utrecht, in Göttingen, an der ETH in Zürich, in Leipzig sowie in Berlin.

1941 wurde Peter Debye amerikanischer Staatsbürger

Im Jahre 1935 wurde Peter Deybe Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik zu Berlin-Dahlem und das NS-Regime wollte ihn dazu bewegen, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. 1936 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie verliehen: „Für seine Beiträge zu unserer Kenntnis der Molekularstrukturen durch seine Forschungen über Dipolmomente, über die Beugung von Röntgenstrahlen und an Elektronen in Gasen“. Er ließ sich am Kaiser-Wilhelm-Institut beurlauben und ging mit seiner Familie in die USA, um an der Cornell University in Ithaca, im Bundesstaat New York, zu lehren. Im Jahre 1941 nahm Peter Debye schließlich die amerikanische Staatsbürgerschaft an und forschte über die kriegswichtigen Polymere. 1966 verstarb Peter Debye in Ithaca an einem Herzleiden. Er war Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, der Preußischen und der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie der American Academy of Arts and Sciences, der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina. Neben dem Nobelpreis für Chemie wurde er auch geehrt mit der Priestley-Medaille, der Rumford-Medaille, der Franklin-Medaille und der National Medal of Science. Er leistete wissenschaftlich Herausragendes in der Quantenphysik, der Elektrochemie, der Röntgenstrukturanalyse, der Chemie elektrolytischer Lösungen sowie in der Mikrowellenspektroskopie.

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