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Plagiatsaffäre Andreas Scheuer

Plagiatsaffäre Andreas Scheuer

Wie viele andere Politiker auch, hatte Andreas Scheuer von der CSU mit seinen ganz eigenen Plagiatsvorwürfen zu kämpfen. Seine Doktorarbeit hatte der hochrangige CSU-Politiker an der Karls-Universität Prag eingereicht, um dort den PhDr., den sogenannten kleinen Doktorgrad, welcher nicht mit dem in Deutschland verliehenen Doktortitel zu verwechseln ist, zu erwerben. Unter dem Titel „Die politische Kommunikation der CSU im System Bayerns“ war Scheuer dies auch mit seiner Arbeit gelungen, mit der er sich im August des Jahres 2014 allerdings öffentlich einem Plagiatsvorwurf stellen musste. Anders als im Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg wurde der CSU-Mann von diesem Vorwurf allerdings freigesprochen. Denn die eingehende Plagiatsprüfung zeigte auf, dass es sich bei der Arbeit des Politikers eben nicht um ein Plagiat handelte, welches seiner politischen Karriere ansonsten hätte nachhaltig schaden können.

Weitere Details zu den Plagiatsvorwürfen gegen Andreas Scheuer

Die Plagiatsaffäre Andreas Scheuer war also im eigentlichen Sinn gar keine Affäre, da die Prüfung in Prag ergab, dass es sich bei der Arbeit des CSU-Generalsekretärs eben um kein Plagiat handelte. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass der Vorwurf gegen Andreas Scheuer nicht begründet war. Immerhin gab es durchaus Textstellen, die unmittelbar aus Fremdquellen übernommen wurden, ohne dass der spätere Politiker sie damals entsprechend gekennzeichnet hatte. Insgesamt wurden von der zuständigen Kommission der Karls-Universität Prag gleich drei Textstellen ermittelt, bei denen eine ausreichende Quellenangabe fehlte. Das Komitee konnte jedoch keinen schwerwiegenden Verstoß feststellen, so dass dem CSU-Mann der kleine Doktortitel entsprechend nicht aberkannt wurde.

Wie reagierte der Politiker selbst auf die Plagiatsaffäre Andreas Scheuer?

Wenngleich der Politiker der bayerischen CSU in der Plagiatsaffäre Andreas Scheuer nicht schuldig gesprochen wurde, gab er selbst an, dass er dem ihm verliehenen kleinen Doktortitel fortan nicht mehr führen wollte. Außerdem gaben sich viele von Scheuers Politikkollegen nicht damit zufrieden, dass er von der zuständigen Universität in Prag von dem Plagiatsvorwurf freigesprochen worden war. Vielmehr nutzen viele seiner Kritiker diese Chance, um im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre Andreas Scheuer auch weitere Details aus seinem Lebenslauf infrage zu stellen und eine öffentliche Debatte anzuzetteln.

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