HomeBlogPlagiatsaffäre Chatzimarkakis

Plagiatsaffäre Chatzimarkakis

Plagiatsaffäre Chatzimarkakis

Jorgo Chatzimarkakis ist nur einer von einer Reihe von prominenten Politikern der FDP, der seinen Doktortitel im Anschluss an eine umfassende Plagiatsprüfung verloren hat. Auch in diesem Fall war das VroniPlag Internet-Wiki wieder an der Entdeckung des Plagiatsvorwurfs gegen den Politiker beteiligt. Auf 72 Prozent aller Seiten soll der FDP-Mann demnach bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Die Universität Bonn konnte diesen Vorwurf einfach nicht übersehen und prüfte die Arbeit selbst. Daraufhin wurde dem prominenten Europapolitiker sein Titel in der Tat aberkannt. Die Arbeit hatte Jorgo Chatzimarkakis erst im Jahr 2000 eingereicht. Doch schon im Jahr 2011 kosteten ihn Plagiate auf rund der Hälfte aller Seiten der Dissertation seinen bisherigen Doktortitel.

Die Äußerungen des Politikers zur Plagiatsaffäre Chatzimarkakis

Für den Politiker selbst schien zunächst jedoch klar zu sein, dass er nicht abgeschrieben habe. Er erkannte zwar „Methodenschwächen“ bei seiner Arbeit an, aber wollte nichts von dem weiteren Plagiatsvorwurf und der Plagiatsaffäre Chatzimarkakis wissen. In der Tat gab Jorgo Chatzimarkakis von der FDP sogar zu bedenken, dass er während seiner Zeit bei der britischen Elite-Universität Oxford eine spezielle Vorgehensweise des Zitierens kennengelernt und diese konsequent bei seiner Dissertation angewendet habe. Bei dieser Zitierweise ging es vor allem darum, die Texte besser lesbar zu machen. Die Universität Bonn hat sich von diesen Aussagen jedoch nicht erweichen lassen. Hier kam der zuständige Fakultätsrat eindeutig zu dem Ergebnis, dass die Kriterien, die bei einer korrekten wissenschaftlichen Arbeit anzuwenden sind, von Herrn Chatzimarkakis nicht erfüllt worden waren.

Jorgo Chatzimarkakis zeigt sich hoffnungsvoll

Da eine Doktorarbeit eine Leistung widerspiegeln müsse, die der Doktorand selbst erbracht hatte, wurde dieses Kriterium vom FDP-Mann einfach nicht in einem ausreichenden Maße für die Vergabe der Doktorwürde erfüllt. Der deutsch-griechische Politiker zeigte sich im Anschluss an die Plagiatsaffäre Chatzimarkakis ebenso enttäuscht wie „erleichtert.“ Denn immerhin hatte die Universität ihm „keine Täuschungsabsicht“ angekreidet. Im gleichen Atemzug lies Chatzimarkakis darüber hinaus öffentlich verlauten, dass er überlege eine zweite Dissertation anzufertigen, um in Zukunft wieder einen Doktortitel führen zu dürfen.

Comments(0)

Leave a Comment