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Plagiatsaffäre Djir-Sarai

Plagiatsaffäre Djir-Sarai

Bei Bijan Djir-Sarai handelt es sich um einen weiteren Politiker der FDP, dessen Plagiatsaffäre dazu geführt hat, dass er seinen Doktortitel abgeben musste. Nachdem die Doktorarbeit des Bundestagsabgeordneten von der zuständigen Fakultät der Universität Köln überprüft worden war, fiel das Urteil der Plagiatsprüfung vernichtend aus. Der ursprünglich aus Teheran stammende Politiker sei seinen Zitierpflichten, die eine derartige wissenschaftliche Arbeit selbstverständlich mit sich bringt, nicht ausreichend nachgekommen. Genau wie Karl-Theodor zu Guttenberg, der seinen Doktortitel im Anschluss an den Plagiatsvorwurf ebenfalls nicht behalten durfte, hatte auch Bijan Djir-Sarai zu viele Textpassagen von anderen Autoren übernommen, ohne diese korrekt zu kennzeichnen.

So hätte man annehmen müssen, dass es sich dabei um das geistige Eigentum des FDP-Mannes handeln würde, auch wenn dies in der Realität nicht der Fall war. Zu viele Teile der Arbeit von Bijan Djir-Sarai waren abgeschrieben, so dass die Universität Köln dem Politiker seinen Titel schlussendlich entziehen musste. Der Diplom-Kaufmann hatte seine Doktorarbeit zu dem nachfolgenden Thema verfasst: „Ökologische Modernisierung der PVC-Branche in Deutschland.“ Im Internet wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal von einer möglichen Plagiatsaffäre Djir-Sarai berichtet. Auch im Fall dieses Politikers, der einst als Flüchtling ohne jegliche Deutschkenntnisse nach Deutschland gekommen war und dennoch das Gymnasium besuchen konnte, war die Online-Plattform VroniPlag Wiki entscheidend am dem Bekanntwerden des Plagiatsvorwurfs beteiligt. Allerdings zog die Plattform diese Vorwürfe zu einem späteren Zeitpunkt zurück. Genützt hat es Bijan Djir-Sarai jedoch nichts, da der Politiker seinen Doktortitel letztendlich abgeben musste und diesen fortan nicht weiter führen darf.

Auswirkungen der Plagiatsaffäre Djir-Sarai

Für den FDP-Politiker scheint die Plagiatsaffäre Djir-Sarai dennoch ein relativ glimpfliches Ende genommen zu haben. Denn bis zum Jahr 2013 blieb der Politiker trotz dieser Affäre Mitglied beim Deutschen Bundestag und das obwohl ihm sein Titel von der Universität Köln bereits im März 2012 aberkannt worden war. Wenige Zeit später erlitt die FDP jedoch eine Wahlniederlage auf Bundesebene, so dass Djir-Sarai fortan nicht mehr als Bundestagsabgeordneter für seine Partei in Erscheinung treten konnte. Im März 2014 wurde Politiker mit iranischen Wurzeln allerdings zum Vorsitzenden des FDP-Bezirksverbandes von Düsseldorf ernannt. Die Plagiatsaffäre Djir-Sarai hat somit kein Aus für den Politiker bedeutet, der auch heute noch eine wichtige Rolle in der FDP spielt.

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