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Plagiatsaffäre Jakob Kreidl

Plagiatsaffäre Jakob Kreidl

Mit Jakob Kreidl hat ein weiterer Politiker der CSU Schlagzeilen damit gemacht, dass er seinen Doktortitel im Anschluss wegen dem Plagiatsverdacht abgeben musste. Um noch mehr negative Publicity zu vermeiden, kündigte der CSU-Mann im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre Jakob Kreidl zunächst sogar an, dass er den Titel selbst ablegen wolle. Die Plagiatsprüfung, die den Stein ins Rollen brachte, wurde auch in diesem Fall von der VroniPlag Wiki Plattform durchgeführt, die bereits vielen Politikern ein Fehlverhalten bei ihren Doktorarbeiten nachweisen konnte. Letztendlich hatte dieser Vorwurf dazu geführt, dass die zuständige Universität Jakob Kreidl sogar seinen Doktortitel entzog.

Darum verlor Jakob Kreidl seinen Titel

Der ehemalige CSU-Landrat hatte seine Doktorarbeit zum „Kosovo-Konflikt – Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven zur Stabilisierung einer Krisenregion“ im Jahr 2005 bei der Universität der Bundeswehr München eingereicht und daraufhin seinen Doktortitel erlangt. Allerdings wurde die VroniPlag Wiki Online-Plattform im Jahr 2013 darauf aufmerksam, dass diese Dissertation augenscheinlich eine Vielzahl von Plagiaten enthielt. Dieser Vorwurf wurde dann natürlich auch von der Universität der Bundeswehr München eingehend geprüft. Nachdem sich Jakob Kreidl im März 2013 selbst mit dem Plagiatsvorwurf konfrontiert sah, bestand er dennoch darauf, dass er eine gründliche Recherche durchgeführt und sich an die Anforderungen der Promotionsordnung hinsichtlich des wissenschaftlichen Zitierens gehalten habe. Schon gut zwei Wochen später musste der Politiker aber doch öffentlich gestehen, dass er Fehler bei seiner Arbeit gemacht hatte. Das führte dazu, dass der CSU-Mann seinen Doktortitel ab dem 11. April 2013 aus freien Stücken nicht mehr führte.

Knapp eine Woche später verstärkten sich die öffentlichen Vorwürfe gegen Jakob Kreidl zusätzlich. Peter Schlotter und Berthold Meyer, zwei bekannte Politikwissenschaftler, veröffentlichten ihre Kritik mittels eines offenen Briefs. Die beiden Experten kreideten Kreidl ein bewusstes Fehlverhalten bei der Zitierweise an, welches unter anderem am Aufbau der Arbeit zu erkennen gewesen sei. Mitte Dezember 2013 gab auch die Universität der Bundeswehr München bekannt, dass Jakob Kreidl fortan keinen Doktortitel der Uni mehr tragen dürfe. Denn die Plagiatsprüfung hatte ausdrücklich ergeben, dass Kreidls Dissertation nicht dissertationswürdig war, da seine wissenschaftliche Eigenleistung nicht ausreichte. Einem strafrechtlichen Verfahren musste sich der Mann von der CSU in diesem Zusammenhang übrigens nicht stellen. Denn obwohl Kreidl bei der Angabe seiner Dissertation eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte, war diese inzwischen bereits verjährt.

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