HomeBlogPlagiatsaffäre Mathiopoulos

Plagiatsaffäre Mathiopoulos

Plagiatsaffäre Mathiopoulos

Eine ganze Weile wollte die Plagiatsaffäre Mathiopoulos einfach kein Ende nehmen. Denn der Plagiatsvorwurf gegen die Politikerin kam bereits in den 1980er-Jahren auf. Im Jahr 2012 wurde der Fall dann noch einmal aufgerollt. Die erneute Plagiatsprüfung ergab in der Tat, dass die Politikerin ihren Doktortitel nun abgeben musste. Margarita Mathiopoulos, die ehemals bei der FDP in der Rolle als Beraterin tätig war, ging zwar in Berufung. Allerdings hat ihr auch das nichts genützt. In zweiter Instanz stellte sich das zuständige Oberverwaltungsgericht der Stadt Münster auf die Seite der Universität Bonn. Allerdings wolle Mathiopoulos, die inzwischen in der Rolle der Unternehmerin auftritt, auch gegen dieses Urteil vorgehen. Wann die Akte um die Plagiatsaffäre Mathiopoulos endgültig geschlossen werden wird, ist also vorerst nicht abzusehen.

Details zur ersten Plagiatsaffäre Mathiopoulos

Andreas Falke ließ die Plagiatsvorwürde gegen die Doktorarbeit von Margarita Mathiopoulos 1989 zum ersten Mal laut werden. Der Politwissenschaftler hatte bei seiner Rezension der Dissertation diverse Stellen entdeckt, die in seinen Augen nicht einwandfrei waren. Im September des Jahres 1989 griff dann auch Der Spiegel diese Story auf und berichtet darüber, dass Margarita Mathiopoulos „beinahe wörtlich“ bei anderen Autoren abgeschrieben habe. Mathiopoulos ließ damals öffentlich verlauten, dass es sich um „Flüchtigkeitsfehler“ gehandelt habe, die sie sehr bedauere. Trotz der offensichtlichen Fehler wurde der späteren FDP-Beraterin ihr Titel zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht entzogen.

Details zur zweiten Plagiatsaffäre Mathiopoulos

Wohlmöglich ging Frau Mathiopoulos davon aus, dass das Schlimmste nun hinter ihr liege. Doch dem war nicht so. Das VorniPlag Wiki beschäftigte sich ab Frühjahr 2011 nämlich ebenfalls mit der Doktorarbeit der heutigen Unternehmerin. In diesem Zusammenhang berichte die Plattform davon, dass das Ausmaß der Plagiate, welches angeblich nur rund 5 Prozent aller Seiten betragen haben soll, sich in der Tat auf mehr als 45 Prozent belaufe. Bereits im Sommer 2011 fasste das zuständige Komitee an der Universität Bonn daher den Entschluss, dass man die Arbeit noch einmal hinsichtlich des Plagiatsvorwurfs prüfen wolle. Die zweite Plagiatsaffäre Mathiopoulos kam somit ins Rollen, wobei es immer noch um die gleiche Dissertation wie im Jahr 1989 ging.

Im April 2012 entschloss sich die Universität Bonn dann dazu, Frau Mathiopoulos ihren Doktortitel endgültig abzuerkennen und damit die Entscheidung aus dem Jahr 1989 zu revidieren. Obwohl die Unternehmerin gegen dieses Urteil bereits vorgegangen ist, ist sie bisher vor Gericht gescheitert. Ihr Antrag auf Berufung wurde vom Münsteraner Oberverwaltungsgericht darüber hinaus abgelehnt. In nächster Instanz kann Frau Mathiopoulos nun nur noch vor dem Bundesverwaltungsgerecht um ein anderes Urteil kämpfen. Sofern das Urteil jedoch rechtskräftig bleiben sollte, wird Margarita Mathiopoulos auch noch zwei weitere Verluste einstecken müssen. Denn sowohl die Universität Potsdam als auch die Technische Universität Braunschweig hatten ihr jeweils eine Honorarprofessur verliehen, die sie dann nicht mehr behalten dürfte.

Comments(0)

Leave a Comment