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Plagiatsaffäre Pröfrock

Plagiatsaffäre Pröfrock

Mit Matthias Pröfrock hat ein weiterer Parlamentarier und Politiker der CDU seinen Doktortitel verloren. Auch bei dieser Doktorarbeit nahm die gründliche Plagiatsprüfung kein glimpfliches Ende für den Angeklagten, der seinen bisherigen Doktortitel nun nicht mehr führen darf. Der Umfang, in dem der Politiker von anderen Autoren abgeschrieben hatte, ohne die entsprechenden Textpassagen als Zitate zu kennzeichnen, sei einfach zu groß gewesen, als dass der Politiker seinen Titel hätte behalten dürfen. Die zuständige Fakultät für Rechtswissenschaften hätte gar nicht anders entscheiden können.

Dabei war der Politiker vor der Plagiatsaffäre Pröfrock nicht negativ in Erscheinung getreten, so dass die Titelaberkennung durch die Universität Tübingen umso überraschender war. Seine Doktorarbeit hatte Pröfrock zum Thema „Energieversorgungssicherheit im Recht der Europäischen Union/ Europäischen Gemeinschaften“ verfasst. Im Anschluss an den Skandal um seine Arbeit war dem CDU-Mann der Titel im Juli des Jahres 2011 endgültig aberkannt worden. Bereits während die Affäre um seine Doktorarbeit ihren Lauf nahm, hatte der CUD-Politiker den Titel von sich aus nicht mehr geführt. Auf seine politische Karriere konnte die Entscheidung der Universität Tübingen jedoch kaum Einfluss nehmen. Denn im Anschluss an die Titelaberkennung blieb Matthias Pröfrock trotz dieses Skandals weiterhin Mitglied im Landtag des Bundeslandes Baden-Württemberg.

Plagiatsaffäre Pröfrock -weitere Details zur Aberkennung des Doktorgrades

Hätte es die Plagiatsaffäre Karl-Theodor zu Guttenberg nicht gegeben, so hätte Matthias Pröfrock seinen Titel wohlmöglich behalten dürfen und es wäre vielleicht niemandem aufgefallen, in welchem Umfang der CDU-Mann bei anderen Autoren im Rahmen seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte. Immerhin kam das Team der Online-Plattform VroniPlag Wiki vor allem aufgrund der Plagiatsaffäre Guttenberg auf die Idee, die Arbeiten von anderen Politikern ebenfalls ganz genau unter die Lupe zu nehmen und auf mögliche Plagiate zu überprüfen. Das Portal kam dabei zu einem vernichtenden Urteil.

Denn VroniPlag gab an, dass Matthias Pröfrock auf mehr als jeder zweiten Seite seiner Dissertation im Fachbereich Rechtswissenschaften abgeschrieben hatte. Selbst Passagen von Wikipedia seien direkt übernommen worden, ohne dass Pröfrock diese entsprechend als geistiges Eigentum eines anderen Autors gekennzeichnet hatte. Die Verstöße des Politikers waren in den Augen der VroniPlag-Prüfer so gravierend, dass man dort wohl mit der Titelaberkennung gerechnet hatte. Die zuständige Hochschulkommission der Universität Tübingen wurde entsprechend von Team der Online-Plattform VroniPlag Wiki auf die Plagiatsvorwürfe gegen Matthias Pröfrock aufmerksam gemacht. Sogar die Staatsanwaltschaft Tübingen ermittelte zwischenzeitlich gegen den Politiker. Dieser zahlte jedoch 4.000 Euro an den Staat, woraufhin das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Seinen Titel hat der Vater von zwei Söhnen, der auch weiterhin in Baden-Württemberg lebt, aber dennoch verloren und darf sich fortan nicht mehr mit dem Doktorgrad schmücken.

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