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Plagiatsaffäre Wolfgang Dippel

Plagiatsaffäre Wolfgang Dippel

Während sein Kollege Bernd Althusmann von der CDU seinen Doktortitel im Anschluss an eine umfassende Plagiatsprüfung behalten durfte, musste Wolfgang Dippel seinen Doktortitel genau wie Karl-Theodor zu Guttenberg auch abgeben. Der Staatsekretär für Soziales und Integration im Bundesland Hessen wollte sich mit der Entscheidung der Universität Kassel allerdings nicht zufriedengeben und ist sogar in Revision gegangen. Scheinbar wollte Wolfgang Dippel weder den Plagiatsvorwurf noch die Entziehung seines Doktortitels über sich ergehen lassen. Während der CDU-Mann im Jahr 1994 im Alter von 40 Jahren im Fachbereich Politik promoviert hatte, wurde ihm der Titel erst 2015 (vorläufig) aberkannt. Seine Doktorarbeit, die bei der Plagiatsprüfung einstweilen nicht bestehen konnte, hatte Dippel zum Thema „Kommunalpolitik in einer Gemeinde: Eine Untersuchung am Beispiel von Breuna“ verfasst.

Der Plagiatsaffäre Wolfgang Dippel bestätigte sich

Die Plagiatsaffäre Wolfgang Dippel dauert erstaunlich lange an. Denn über gut ein Jahr hinweg wurde die Arbeit des CDU-Politikers geprüft, bis der Entschluss der Titelaberkennung feststand. Der zuständige Promotionsausschuss der Universität Kassel hatte dabei nicht nur die Dissertation von Wolfgang Dippel in aller Ruhe durchgesehen. Vielmehr wurden sogar schriftliche und mündliche Anhörungen mit verschiedenen Personen durchgeführt, um zu einem Urteil zu kommen. Das mehrstufige Prüfverfahren war übrigens nur angelaufen, weil der Politiker im Jahr 2014 selbst ausdrücklich um eine Plagiatsprüfung seiner Arbeit gebeten hatte. Allerdings waren es eigentlich anonyme Hinweise, welche den Plagiatsvorwurf gegen den CDU-Mann hatten laut werden lassen.

Widerspruch von Wolfgang Dippel

Von seinem Titel musste sich der Politiker im Zuge der Plagiatsaffäre Wolfang Dippel also erst einmal verabschieden. Allerdings sieht der Politiker selbst die Entscheidung der Universität Kassel als fehlerhaft an und hat einen Anwalt beauftragt. Durch das Einlegen des Widerspruchs ist die Entscheidung vorerst nicht rechtskräftig, so dass Dippel den Titel des Doktors aktuell weiterhin führen darf. In der Tat machte Dippel die Hochschule für Verfahrensfehler verantwortlich. Vor allem sah Wolfang Dippel den Tatbestand der vorsätzlichen Täuschungsabsicht als nicht erfüllt an. Bei den fast 200 Seiten seiner Dissertation hätte es nur zwei bis drei Seiten gegeben, die bemängelt worden waren. Auch vor diesem Hintergrund legte Wolfang Dippel seinen Einspruch ein. Gleichzeitig wurden jedoch auch Stimmen aus der SPD-Fraktion in Hessen laut, die von einem so schwerwiegenden Plagiatsvorwurf ausgingen, dass der Politiker fortan besser nicht mehr zur Landregierung Hessen gehören sollte. Dieser Hinweis war vor allem an Volker Bouffier von der CDU gerichtet, da die SPD von dem Ministerpräsidenten verlangte, dass er personelle Konsequenzen aus der Plagiatsaffäre Wolfang Dippel ziehen sollte. Bisher wurde ein Ende des Verfahrens noch nicht angekündigt, so dass Wolfang Dippels berufliche Zukunft und mögliche weitere Zukunft als Inhaber eines Doktortitels erst einmal ungewiss ist.

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