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Plagiatsaffäre Yvette Estermann

Plagiatsaffäre Yvette Estermann

Die Plagiatsaffäre um ihre Person hat Yvette Estermann ihren Dr. med. gekostet. Das Urteil des Schweizer Ärzteverbands VSAO muss die Schweizer Politikerin schwer getroffen haben. Nur den Titel „MU Dr., Comenius-Universität in Bratislava,“ den sie an einer Universität in Bratislava im Jahr 1993 erworben hat, darf sie weiterhin führen. Immerhin war für diesen Titel keine Doktorarbeit erforderlich, mit der die Wahl-Schweizerin, deren Mädchenname Iveta Gavlasová lautet, bei der Plagiatsprüfung hätte durchfallen können. Dabei hat die Plagiatsaffäre um die einstige Medizinerin noch ein viel größeres Ausmaß angenommen, als das bei vielen anderen öffentlichen Plagiatsaffären der Fall war. Immerhin gab auch das Verhalten von ihrem Ehemann, Richard Estermann, Anlass zu Nachfragen bezüglich der Legitimität des Doktortitels der Politikerin.

Das Fehlverhalten der Estermanns

Doch was genau hatten die Estermanns denn nun verbrochen? Richard Estermann soll eine „Titelmühlen“-Universität betrieben haben, bei der Interessenten diverse akademische Titel hätten käuflich erwerben können, ohne die entsprechenden Qualifikationen nachzuweisen oder eine Dissertation von der erforderlichen Güte einzureichen. Für viele Kritiker ist dies ein noch schlimmerer Vorwurf als ein einfacher Plagiatsverdacht, da wissenschaftliches Fehlverhalten dann nicht nur von einer Person betrieben, sondern zum großen, überaus lukrativen Geschäft wird. Aber was genau hat es mit der Plagiatsaffäre Yvette Estermann nun zu tun? Sie war in der Vergangenheit Mitglied des Verwaltungsrats, so dass sie von dem Fehlverhalten ihres Mannes gewusst haben müsste. Nachdem diese Umstände bekannt wurden, war es daher nicht verwunderlich, dass zahlreiche Ärzte, Politiker und andere Kritiker eben auch die Legitimität von Estermanns eigenem Doktortitel anzweifelten. Obwohl Yvette Estermann selbst der Meinung war, dass sie sich zu diesen Vorwürfen nicht weiter äußern müsse, hatte die öffentliche Affäre um ihren Mann für sie dennoch ein folgenschweres Nachspiel. Immerhin war es im Zusammenhang mit dieser Affäre, dass der Verband Schweizerischer Assistenz- und OberärztInnen überhaupt erst auf sie aufmerksam wurde.

Plagiatsaffäre Yvette Estermann – Titel wird entzogen

Im Anschluss an eine umfangreiche Prüfung durch den VSAO wurde Yvette Estermann ihr Titel, den sie zuvor nicht rechtmäßig geführt hatte, letztendlich entzogen. Was genau bei der Überprüfung des Sachverhalts geschehen war, ist nicht bekannt. Denn wie der Geschäftsführer des VSAO, Simon Stettler, bestätigte, werden die Einzelheiten der Entscheide des Verbands nicht öffentlich publiziert. Nur das finale Urteil steht fest und Yvette Estermann gab zu ihrem Titelverlust selbst bekannt, dass sie zumindest froh darüber sei, dass nun endlich Klarheit in dieser Sache herrsche. Auch ihre Webseite hat die Schweizer Politikerin bereits entsprechend angepasst und führt den Doktortitel dort nun ebenfalls nicht mehr.

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