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Robert Robinson

Robert Robinson

Robert Robinson kam 1886 in Rufford zur Welt. Er war der Sohn eines bekannten Textilfabrikanten, besuchte zunächst die Schule in Leeds, um dann anschließend in Manchester Chemie zu studieren. Im Jahre 1906 wurde er hier zum Bachelor of Science graduiert, 1910 schrieb er seine Doktorarbeit bei William Henry Perkin junior. 1912 folgte er einem Ruf als Professor für Organische Chemie an die Universität Sydney. 1915 wurde er Professor an der Universität Liverpool. Ab 1920 wirkte Robert Robinson als Forschungsdirektor der British Dyestuffs Corporation. Im Jahre 1921 folgte die Berufung zum Professor an die Universität St. Andrews, 1922 schließlich der Ruf an die Universität Manchester. 1928 wechselte Robertson noch einmal an die Londoner Universität und 1930 als Waynflete Professor für Chemie an die Universität Oxford. Ab 1950 wurde er hier Professor Emeritus sowie Ehren-Fellow des renommierten Magdalene Colleges. Seit dem Jahre 1955 wirkte Robert Robertson außerdem auch als Direktor und wissenschaftlicher Berater der Shell Chemical Company.

Robert Robinson war Gesandter auf der ersten UNESCO Konferenz des Jahres 1947

Das Forschungsgebiet von Robert Robertson war die Beschreibung der Strukturen von Naturstoffen in der Organischen Chemie. Auch synthetisierte er zahlreiche Stoffe und Verbindungen und trug wesentlich zur Etablierung der Elektronentheorie organischer Verbindungen bei. 1947 war Robinson britischer Gesandter auf der ersten Konferenz der UNESCO. Im selben Jahr wurde ihm außerdem der Nobelpreis für Chemie verliehen: „Für seine Untersuchungen über biologisch wichtige Pflanzenprodukte, insbesondere Alkaloide“. Einige bekannte Reaktionen in der Organischen Chemie wurden nach Robert Robinson benannt, so beispielsweise die Robinson-Anellierung, die Robinson-Gabriel-Synthese, die Robinson-Schöpf-Synthese und die Allan-Robinson-Reaktion. Während des Zweiten Weltkriegs war er aktiv an der Synthese des wichtigen Penicillins in Oxford beteiligt. Er verstarb im Jahre 1975 in Great Missenden. Robinson, privat ein begeisterter Schachspieler, war Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina und unter anderem auch der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

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