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Rudolf Eucken

Rudolf Eucken

Rudolf Eucken kam im Jahre 1846 in Ostfriesland zur Welt. Er war der Sohn eines Postmeisters und besuchte das Gymnasium Ulricianum in Aurich. Ab 1863 studierte er an der Universität Göttingen schließlich Philosophie, Philologie und Geschichte bei Gustav Teichmüller und bei Rudolf Herrmann Lotze. Im Jahre 1866 schrieb er seine Doktorarbeit über die Thematik „De Aristotelis dicendi ratione“, um anschließend als Gymnasiallehrer in Husum, Berlin und schließlich auch in Frankfurt am Main zu wirken. Hier unterrichtete er alte Sprachen sowie evangelische Religion. In seiner Freizeit widmete sich Rudolf Eucken vor allem den philosophiegeschichtlichen Problemstellungen, welche von Aristoteles und Thomas von Aquin aufgeworfen worden waren. 1871 wurde er zum Ordinarius für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel berufen. 1874 wurde er Professor für Philosophie in Jena und behielt dieses Amt schließlich bis zum Jahre 1920.

Rudolf Eucken war kein Schriftsteller, sondern Philosoph

Rudolf Eucken wirkte jedoch nicht als Literat, sondern stattdessen als Hochschullehrer und als Philosoph. Er gilt als Begründer der sogenannten Reduktionslehre, welche theoriegeschichtlich in der Philosophie zwischen dem deutschen Idealismus und der Phänomenologie steht. Im Jahre 1908 wurde Rudolf Eucken der Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Auf Grund des ernsten Suchens nach Wahrheit, der durchdringenden Gedankenkraft und des Weitblicks, der Wärme und Kraft der Darstellung, womit er in zahlreichen Arbeiten eine ideale Weltanschauung vertreten und entwickelt hat“. Er wirkte auch als Austauschprofessor in England, in Holland und in den USA. Während des Ersten Weltkrieges unterstützte er die nationale Idee. 1916 wurde Rudolf Eucken Ehrenbürger der Stadt Jena. Er verstarb hier im Jahre 1926. Mehrere Straßen in unterschiedlichen deutschen Städten wurden im Verlaufe der Jahre nach Rudolf Eucken benannt. Heute ist er kaum noch bekannt.

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