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Rudyard Kipling

Rudyard Kipling

Rudyard Kipling kam 1865 im indischen Bombay zur Welt. Er war der Sohn eines Lehrers und späteren Museumsdirektors. Er wurde überwiegend von einer portugiesischen Nanny und einer Hindi aufgezogen. Das Englische empfand er zunächst als eine Fremdsprache. 1878 trat er in eine Militärschule in England ein und arbeitete im Anschluss zunächst bei einer Zeitschrift. 1882 kehrte er jedoch zu seinen Eltern zurück, die inzwischen in Pakistan lebten. Er begann dort, als Redakteur einer Lokalzeitung zu wirken und publizierte gleichzeitig Gedichte und Erzählungen.

Rudyard Kipling kritisierte die Selbstherrlichkeit des viktorianischen Zeitalters und des Empire

Rudyard Kipling veröffentlichte zunächst erst einmal mehrere Bände mit Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden schnell erfolgreich und später, im 20. Jahrhundert, dann auch vielfach verfilmt. 1889 kehrte er nach England zurück und begeisterte seine Leser vor allem durch seinen realistischen Stil und die Aufnahme von Umgangssprache in seine Werke. Erst 1892 erschien sein erster Roman. Es folgte im Jahre 1894 schließlich sein berühmtestes Werk: „Das Dschungelbuch“. Anlässlich des 60. Thronjubiläums von Queen Victoria warnte er in einem Gedicht vor der Selbstherrlichkeit des Britischen Empire. Um die Jahrhundertwende bereiste er ausgiebig Afrika, um dort Stoff für weitere literarische Werke zu sammeln. 1899 wurde Rudyard Kipling in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1901 erschien sein Roman “Kim”, welcher eines seiner wirkungsvollsten epischen Werke ist. Dieser Roman gilt als beste Darstellung der Zustände auf dem indischen Subkontinent während der britischen Kolonialzeit und wurde zum Lieblingsbuch von Jawaharlal Nehru. Im Jahre 1907 wurde Rudyard Kipling schließlich der Nobelpreis für Literatur zuerkannt: „In Anerkennung der Beobachtungsgabe, der ursprünglichen Einbildungskraft sowie der männlichen Stärke in Auffassung und Schilderungskunst, die die Schöpfungen dieses weltberühmten Schriftstellers auszeichnen“. Im Ersten Weltkrieg zeigte er sich als Kriegsgegner. 1932 verfasste er den Text für die erste Weihnachtsansprache des englischen Königs. Rudyard Kipling verstarb 1936 in London.

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