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Schreibtagebuch – weshalb sollte man eins führen?

Schreibtagebuch

Wer gerade an seiner Abschlussarbeit sitzt, weiß, dass dies keine ganz so leichte Aufgabe ist. Neben der Themenfindung kann es auch während der Ausarbeitung der finalen Abschlussarbeit immer wieder zu Problemen kommen. Vielleicht stellt sich heraus, dass die Gliederung in sich nicht stimmig ist oder eine wichtige Referenz komplett fehlt. In solch einer Situation den Überblick zu behalten, ist kein so leichtes Unterfangen, was von einem exzellenten Absolventen dennoch gemeistert werden will. Daher kann ein Schreibtagebuch eine nützliche Organisationshilfe darstellen, um keine wichtigen Details aus den Augen zu verlieren.

Sich wichtige Notizen zur eigenen Abschlussarbeit nur in Gedanken zu machen, ist meist nicht ausreichend. Denn schnell ist die Liste der noch abzuarbeitenden Punkte so lang, dass der Absolvent leider doch Gefahr läuft, ein wichtiges Detail zu vergessen. Zum Glück kann ein Schreibtagebuch Abhilfe schaffen und für Ordnung im Chaos sorgen.

Was versteht man unter einem Schreibtagebuch?

Bei einem Schreibtagebuch handelt es sich in der Tat um eine Art Tagebuch, welches genutzt wird, um den Fortschritt der eigenen Arbeit zu dokumentieren und mögliche Schwachstellen, Ziele, Probleme oder Fragen festzuhalten. Diese Art von Tagebuch bietet sich nicht nur bei Bachelor-, sondern auch bei Bachelor- und Master- sowie bei Doktorarbeiten an, um alle Aspekte, die vor der finalen Abgabe der Arbeit geklärt werden müssen, schriftlich festzuhalten. Ein Schreibtagebuch kann demnach dafür sorgen, dass der Wust von Zetteln und Notizen überflüssig wird und alles Wichtige zur eigenen Arbeit an einem zentralen Ort festgehalten wird. Diese Tagebücher können nicht nur auf Papier, sondern auch digital mittels einer entsprechenden Software geführt werden.

Was sollte das Schreibtagebuch beinhalten?

Jeder Eintrag in dieser Art von Tagebuch sollte mit dem aktuellen Datum versehen werden. Es reicht völlig aus, sich stickpunktartig Notizen zu Fragen oder Unklarheiten zu machen. Im Vergleich zu einem normalen Tagebuch sind ausformulierte Sätze bei dieser Art des Tagebuchs eher störend. Schreibtagebücher sollten auf jeden Fall Vermerke bezüglich aller wichtigen Aufgaben enthalten, die von dem Autor noch zu erledigen sind. Dabei kann es sich zum Beispiel um Rückfragen an den zuständigen Prüfer, das Heraussuchen weiterer Quellen oder Korrekturen, die noch durchgeführt werden müssen, handeln.

Schreibtagebücher können auch neue Ideen und Gedanken beinhalten, die der Autor im nächsten Abschnitt der Arbeit aufgreifen möchte. Alles, was zum weiteren Vorgehen bei der Ausarbeitung der eigenen Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit relevant ist, kann und darf in solch einem Tagebuch festgehalten werden. Dabei ist es wichtig, dass das Tagebuch möglichst sauber und übersichtlich geführt wird, um den Überblick nicht so leicht zu verlieren. Quellen, die nicht ganz einwandfrei sind und einer erneuten Überprüfung bedürfen, oder Ideen zur weiteren Gliederung der Arbeit können ebenso schriftlich festgehalten werden. Alles, was dem Autor beim Schreiben einer exzellenten Arbeit behilflich ist, gehört in ein solches Tagebuch. Um welche Details es sich dabei handelt, liegt selbstverständlich im Ermessen des Autors.

Verschiedene Formate für Schreibtagebücher

Auch bei dem Format des Schreibtagebuchs hat der Autor die freie Wahl. Eine wohl durchdachte Excel-Tabelle, die individuelle Spalten für das Datum, den Vermerk, einen Hinweis, ob der Vermerk noch zu bearbeiten oder bereits erledigt ist, sowie eventuell eine Spalte für den Dateinamen oder Links enthält, kann völlig ausreichend sein. Viele Autoren setzen jedoch auf ganz klassische Schreibtagebücher in Form eines Notizbuchs, welches sie immer bei sich führen können. Das hat den großen Vorteil, dass spontane Ideen, die dem Autor zum Beispiel in Bus und Bahn zur eigenen Arbeit kommen, in dem Notizbuch kinderleicht vermerkt werden können.

Einige Schreiberlinge platzieren ihre Schreibtagebücher sogar unmittelbar auf ihrem Nachtisch, da ihnen mitten in der Nacht oder direkt nach dem Aufwachen häufig die besten Ideen für ihre Arbeit kommen. Bei der Nutzung eines Notizbuches bietet es sich an, die verschiedenen Aufgaben, die noch zu erledigen sind, farbig zu markieren und diese so in verschiedene Kategorien einzustufen. Fachliche Fragen sollten mit einem Textmarker zum Beispiel in einer anderen Farbe markiert werden als Quellen, die noch zu bearbeiten sind, oder Probleme bei der Formatierung. Auch dies dient der besseren Übersichtlichkeit, wobei es jedem Autor selbst überlassen ist, ein für ihn oder sie stimmiges System zu entwickeln.

Die einzelnen Schreibtagebucheinträge abarbeiten

Während wichtige Fragen und Vermerke im Tagebuch festgehalten werden sollten, ist dies lediglich der erste Schritt. Nun stellt sich die Frage, wie der Autor mit diesen offenen Punkten am besten umgehen sollte. Ein methodisches Vorgehen ist auf jeden Fall zu empfehlen, um wirklich keinen der wichtigen Punkte zu vergessen und am Ende dieses Prozesses eine hervorragende Arbeit zur Überprüfung einreichen zu können. Daher gilt es die verschiedenen Schreibtagebucheinträge zu priorisieren. Fachliche Fragen sollten zum Beispiel so schnell wie möglich geklärt werden, während eine Anpassung der Formatierung als einer der letzten Schritte erfolgen kann. Zudem ist es sinnvoll, alle Vermerke bezüglich der Formatierung auf einmal anzugehen. Das kann viel Zeit sparen, da sich die gleichen Formatierungsfehler im Lauf der Arbeit wahrscheinlich wiederholen.

Bevor die Arbeit bei dem zuständigen Prüfer eingereicht wird, sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass alle kritischen Punkte aus dem Tagebuch abgearbeitet wurden. Daher bietet es sich an, ein solches Tagebuch nicht nur von Anfang an zu führen, sondern vor der Abgabe der Arbeit auch ausreichend Zeit für derartige Korrekturen einzuplanen und die Arbeit nicht auf den letzten Drücker fertigzustellen. Probleme oder Fragen, die im Tagebuch vermerkt wurden und nicht ganz so einfach zu lösen sind, sollten möglichst frühzeitig angegangen werden. Das gilt vor allem dann, wenn die Hilfe einer außenstehenden Person erforderlich ist, mit welcher der Autor wohlmöglich erst einen Termin machen muss. Sobald eine Aufgabe aus dem Tagebuch erledigt wurde, sollte diese entsprechend abgehakt oder als erledigt markiert werden.

Weitere Tipps für sinnvolle Schreibtagebucheinträge

Am Anfang eines jeden Schreibtagebuchs kann es zudem eine oder mehrere Seiten für wichtige Anmerkungen geben, die dem Schreiber bei der Ausarbeitung seiner Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit behilflich sein können. Dabei kann es sich nicht nur um die Format- und Zitiervorgaben seitens der zuständigen Hochschule handeln. Vielmehr ist es sinnvoll, die Kontaktdaten und Sprechstunden wichtiger Ansprechpartner im Tagebuch zu vermerken, um diese bei Bedarf schneller erreichen zu können. Solche Informationen sind eine große Hilfe.

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