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Selbstplagiat – Mehrfachveröffentlichung

Selbstplagiat

Über Plagiatsäfferen wird immer öfter berichtet, besonders wenn der Verdacht auf Personen aus dem öffentlichen Leben fällt. In einem unserer Blogeinträgen haben wir schon über Plagiate geschrieben, heute konzentrieren wir uns wiederum auf Selbstplagiate, die auch als Eigen- oder Autoplagiat bezeichnet werden.

Was ist ein Selbstplagiat?

Was ein Plagiat ist, wissen Sie schon. Beim Selbstplagiat handelt es sich um eine Mehrfachveröffentlichung. Wenn eine Person ihre eigene Arbeit oder Teile in einer anderen wissenschaftlichen Arbeit wiederverwendet und veröffentlicht, ohne auf den Originaltext hinzuweisen, spricht man von einem Eigenplagiat. Die Frage der Bezeichnung ist undeutlich, da sich folgende Frage stellt: kann man sich etwas, das uns gehört, aneignen bzw. rauben?

Selbstplagiat an der Uni

Einige Studenten neigen dazu, Ansätze aus ihrer Bachelorarbeit in die Masterarbeit zu integrieren. Wir raten Ihnen davon ab, da es verboten ist und unangenehme Konsequenzen mit sich trägt. Wollen Sie unbedingt auf Ihre andere wissenschaftliche Arbeit Bezug nehmen, müssen Sie die übernommenen Ansätze deutlich mit Quellenangaben kennzeichnen. Jedem, der den Text lesen wird, muss klar sein, woher einzelne Thesen/Gedanken kommen. Die Regel ist auch bei Zitaten gültig.

Selbstplagiat in der Politikszene

Politikern wird nicht nur vorgeworfen, von anderen abzuschreiben (wie z. B. bei dem bekanntesten Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg), sondern auch Autoplagiate zu begehen. NRW-Politiker Marc Jan Eumann aus der SPD wurde um eine Täuschung verdächtigt. Er soll angeblich einige Textpassagen aus seiner Magisterarbeit, die vor 20 Jahren geschrieben hatte, abgeschrieben haben. “Ich habe weiterhin keinen Zweifel, dass meine Dissertation eine inhaltlich substantielle Erweiterung meiner Magisterarbeit darstellt. Und ich habe nicht getäuscht.”, so Eumann. Und er hatte Recht. Nach dem Plagiatsverfahren wurde dem Politiker der Doktorgrad nicht aberkannt, so dass er sich weiter als Doktor titulieren darf.

Wenn es Sie reizt, sich selbst zu plagiieren, raten wir es Ihnen ab. Die Konsequenzen, wie bspw. Rufschaden bzw. Universitätsausschluss, sind dessen nicht wert. Aus diesem Grund sollte man seine wissenschaftlichen Arbeit noch auf mögliche Plagiate überprüfen.

Überprüfe deine Arbeit!

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