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Sinclair Lewis

Sinclair Lewis

Sinclair Lewis kam im Jahre 1885 in Minnesota zur Welt. Er war der Sohn eines Arztes, besuchte die berühmte Yale-Universität und arbeitete dort zunächst in der vom Schriftsteller Jack London gegründeten „Sozialistischen Schule“. Er bereiste ausgiebig Europa, um dann schließlich in New York als Journalist und Übersetzer sowie als der Privatsekretär von Jack London zu wirken. Ab 1912 publizierte er zunächst recht wenig beachtete Romane, in welchen er sich um eine genaue Charakterisierung typischer Vertreter des US-amerikanischen Mittelstands bemühte.

Sinclair Lewis erhielt auch den Pulitzer-Preis

Für seinen im Jahre 1925 erschienenen Roman “Dr. med. Arrowsmith“ erhielt Sinclair Lewis schließlich den begehrten Pulitzer-Preis. Er lehnte die Entgegennahme des Preises jedoch mit der Begründung ab, bei seiner literarischen Figur, dem pflichtbewussten Arzt Dr. med. Arrowsmith, handele es sich um eine für die US-amerikanische Ärzteschaft absolut untypische Figur. Die schonungslose Kritik am lediglich auf persönlichen Vorteil bedachten amerikanischen Mittelstand machte ihn bei vielen Lesern unbeliebt, trug allerdings letztendlich zu seinem literarischen Erfolg bei. Im Jahre 1930 wurde Sinclair Lewis schließlich als erstem Amerikaner der Nobelpreis für Literatur zugesprochen: „Für seine starke und lebendige Schilderungskunst, nebst dem Talent, mit Witz und Humor Typen zu schaffen“. Im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges erwies er sich als vehementer Unterstützer der Isolationisten, welche den Versuch unternahmen, die aktive Kriegsteilnahme der Vereinigten Staaten von Amerika zu unterbinden. Er unterstützte in diesen Jahren aktiv das „America First Committee“. Sinclair Lewis veröffentliche eine Vielzahl sozial- und gesellschaftskritischer Romane. Er förderte und unterstützte auch Schriftstellerkollegen, wie beispielsweise den weitaus jüngeren Thomas Wolfe, auf den er in seiner Nobelpreis-Rede hingewiesen hatte. Sinclair Lewis erlag schließlich im Jahre 1951 in Rom den Folgen seines Alkoholismus. Er hatte noch an einem Roman gearbeitet, welcher allerdings unvollendet blieb und erst posthum im Jahre 1952 erscheinen konnte.

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