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Teenager können durch Soziale Netzwerke psychische Probleme entwickeln

Teenager

Zwei Psychologinnen aus Schottland, Heather Cleland Woods und Holly Scott von der Universität Glasgow, konnten jetzt auf einer Versammlung der British Psychological Society in Manchester die Ergebnisse einer Studie präsentieren. Teenager, die in sozialen Netzwerken online sind und sich dort emotional besonders stark engagieren, bekommen häufiger psychische Erkrankungen wie z. B. Schlafprobleme und Depressionen. Jugendliche glauben oft, sie dürften auf Facebook, Twitter und Co. nichts versäumen, sie müssten dort rund um die Uhr erreichbar sein und müssten auf jede Nachricht sofort reagieren. Diese Lebensweise bringt immer häufiger psychische Problem mit sich.

Welche Probleme entwickeln Teenager durch Soziale Netzwerke?

Teenager, die diese Kommunikationsformen besonders exzessiv nutzen, erleiden häufiger…

  • Schlafprobleme
  • Ängste
  • Depressionen
  • ein verringertes Selbstwertgefühl.
  • Dies betrifft vor allem Teenager, die sich online emotional besonders verausgaben und z. B. auch nachts Nachrichten lesen und beantworten. Schon durch die pubertäre Phase können Jugendliche leichter zu Depressionen oder Ängsten neigen. Weniger oder unruhiger Schlaf kann diese Neigung noch verstärken. Der Zusammenhang dieser Probleme mit der Nutzung sozialer Medien wird seit einiger Zeit diskutiert. Die genauen Ursachen dafür sind noch unbekannt.

    Zum Studiendesign

    Die beiden Kolleginnen haben mit Fragebögen 467 Teenager befragt, ob, wie und wann sie Social Media nutzen. Vor allem wie viel insgesamt, wie viel in der Nacht und in welchem Maße sie dabei emotional engagiert sind. Gleichzeitig waren die Jugendlichen aufgefordert, über ihre Schlafqualität, ihr Selbstwertgefühl und das etwaige Auftreten von depressiven Verstimmungen oder Ängsten Angaben zu machen. Dabei wurde der Zusammenhang klar nachgewiesen. Besonders nachteilig wirkte sich das Lesen und Posten von Nachrichten in der Nacht aus, ebenso eine starke emotionale Involviertheit. Dabei gilt es zu bedenken, dass etwa 90 Prozent aller Jugendlichen die sozialen Medien nutzen. Es ist aber noch unklar, in welche Richtung die Wirkung geht, ob also psychische labilere Teenager eher dazu neigen, sich unter Druck zu setzen und deshalb in sozialen Medien mehr unterwegs sind, oder ob Letzteres eher die psychischen Probleme verursacht.

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