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Theodor Mommsen

Theodor Mommsen

Theodor Mommsen kam 1817 in Garding zur Welt. Er entstammte einer traditionsbewussten und konservativen holsteinischen Pfarrersfamilie, erhielt Privatunterricht, besuchte das berühmte Christianeum in Altona und studierte schließlich Jura an der Universität Kiel. Hier schrieb er auch 1843 seine Doktorarbeit bei Georg Christian Burchardi zur Thematik „Ad legem de scribis et viatoribus et De auctoritate“. Einer seiner engsten Freunde war der später sehr bekannte Dichter Theodor Storm. Nach seiner Promotion verschrieb sich Theodor Mommsen insbesondere dem Römischen Recht und der Alten Geschichte.

Theodor Mommsen strebte eine wissenschaftliche Karriere an

Theodor Mommsen strebte von Anfang an eine wissenschaftliche Karriere an, musste jedoch zunächst als Aushilfslehrer in unterschiedlichen Mädchenpensionaten arbeiten. Früh trat er in Kontakt zu archäologischen Instituten und sammelte während eines Aufenthaltes in Dänemark alte Inschriften. 1848 wurde er Journalist in Rendsburg, ehe er schließlich einen Ruf als außerordentlicher Professor für Rechtswissenschaft nach Leipzig erhielt. Er publizierte intensiv, wurde jedoch wegen seiner Teilnahme am sächsischen Maiaufstand von 1849 aus dem Hochschuldienst entlassen. 1852 wurde er Inhaber des Lehrstuhls für Römisches Recht in Zürich, 1854 wurde er nach Breslau berufen und erlangte die Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald. Im Jahre 1858 folgte schließlich die Berufung als Forschungsprofessor an die Preußische Akademie der Wissenschaften nach Berlin, wo er 1861 auch einen Lehrstuhl für römische Altertumskunde erhielt. Theodor Mommsen wurde Mitglied unterschiedlichster wissenschaftlicher Gesellschaften, wie der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften, der Königlichen Akademie der Wissenschaften, der American Academy of Arts and Sciences, der Accademia dei Lincei, der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres sowie der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er begegnete berühmten Zeitgenossen wie Mark Twain, wurde Ehrenbürger der Stadt Rom und erhielt im Jahre 1902 für sein Hauptwerk „Römische Geschichte“ den Nobelpreis für Literatur. Theodor Mommsen verstarb 1903 in Charlottenburg.

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